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gewähren und überdies zn Gunsten Uris endgiltig auf dasLivinenthal verzichten.
4. Die Freiheitskämpfe im Wallis. Im Wallis warenzn Anfang des XV. Jahrhunderts die mächtigsten Herrscherdie Grafen von Raron. Eben suchten sie ihre Rechtenoch mehr auszudehnen und verbanden sich zu diesen: Zweckemit Savoyen. Dagegen zogen sie gegen dieUrner ins Feld,weil sie fürchteten, daß von dort aus auch ihrem Volke zuGunsten der Freiheit Hilfe kommen mochte. Doch eben dieseVorkehrungen brachten die Mißstimmung der Unterthanenzum vollendeten Ausbrnche. Der Bischof von Sitten wieder Landeshauptmann, die beide aus dem Geschlechte derRaron stamniten, wurden vertrieben und ihre Häuser undBurgen dem Erdboden gleich gemacht. (Die „Matze".)
Als aber die Bern er den Vertriebenen Hilfe bringenwollten, fielen die Walliser auch in das Haslithal ein undschlugen mit Hilfe der Urtier ein bernerisches Heer trotz ge-waltiger Übermacht bei Ulrichen (1419), also an derselben 1419Stelle, wo ihre Väter 200 Jahre früher den letzten Zähringergeschlagen und damit den ersten Grund zu ihrer und unsererFreiheit gelegt hatten.
Freilich mußten sie im darauffolgenden Frieden 25,000Gulden Schadenersatz an die Herren von Raron leisten; dochbehielten sie wenigstens ihre Rechte und Freiheiten. Aucherlangten sie, daß nur Männer aus ihrer Mitte als Landes-hauptmann und Bischof von Sitten gewühlt werden konnten.
Die Hauptsache aber war, daß sie dabei zugleich den Eid-genossen sich näherten, so daß sie in den Burgunderkriegenbereits unter ihren Fahnen kämpften.
5. Die rätischcn Bünde. Aus ähnlichen Gründen ent-standen um dieselbe Zeit gegenüber dem Bischöfe von Chur,den Grasen von Montsort, Sax und Rözüns die drei rä-tischen Bünde: der Gotteshansbund (1396), der ungefähr 1396die Mitte des heutigen Kantons Graubünden umfaßte; derobere oder graue Bund (1424), dem das Vorderrheinthal 1424zugehörte und der schließlich auch dem ganzen Lande denNamen gab, und endlich der Zehngerichtenbund (1436), 1436der hauptsächlich den nordöstlichen Teil in sich schloß. ImJahre 1471 aber vereinigten sie sich zu einem einzigen ewigen