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3. Zweite Epoche. Da schloß Zürich sogar ein Bündnismit Österreich (1442). Doch umsonst! Denn jetzt hieltenauch alle übrigen Eidgenossen zn Schwyz. Zürcher undÖsterreicher erlitten 1443 bei Freienbach und am Hirzelwiederholte Niederlagen. Der Hanptschlag aber erfolgte am
22. Juli 1443 bei St. Jakob an der Sihl, wo sie voll- 144 zständig besiegt wurden. Ja, beinahe wäre diesmal die StadtZürich selbst den Eidgenossen zum Opfer gefallen. Nur eineheldenmütige Frau, Anna Ziegler, rettete sie, indem sie nochrechtzeitig das Fallgitter vor den Eindringenden herunterließ.Stüßi selbst wurde dabei von einem Zürcher niedergestoßenmit den Worten: „Du bist an allem Unglücke schuld!"
4. Dritte Epoche. Allein bald winkte den Zürcher» neueHilfe von Seite -Österreichs und des deutschen Kaisers. Er-bittert zogen darum auch die Eidgenossen zum drittenmaleaus, belagerten Napperswil, nahmen die Burg Greifenseeund ließen die ganze noch übrig gebliebene Besatzung —
00 Mann stark, unter dem tapfern Wildhans von Breiten-landenberg — erbarmungslos hinrichten (der Mord beiGreifensee). Von da zogen sie vor Zürich selbst.
Allein unterdessen hatte der deutsche Kaiser Friedrich III.auch die Franzosen gegen das kleine Land zu Hilfe gerufen.Sofort brach der französische Kronprinz Ludwig (der spätereLudwig XI.) mit etwa 30,000 Söldnern, Armagnakengenannt, gegen Basel auf. Ihm entgegen rückten kaum 1500Eidgenossen. Dennoch gewannen sie die kleineren Gefechte beiPratteln und Muttenz. Dadurch ermutigt, wagten siesich aber uuzeitig zu weit vor. So verloren sie die gewaltigeSchlacht bei St. Jakob an der Birs am 26. August 1444. 1444Immerhin hatten sie dabei so tapfer gekümpft und die Reihendes Feindes so sehr gelichtet, daß auch den Sieger nichtweiter gelüstete, mit den Besiegten zu kämpfen. Im Gegen-teil ging Ludwig sofort einen ehrenvollen Frieden mit denEidgenossen ein. (Erzählung vom „Rosengarten".)
5. Vierte Epoche. Auf diese Schreckensnachricht hin aberhoben die Eidgenossen auch die Belagerung von Zürich auf;dagegen dauerte der Krieg gegen Österreich noch zwei Jahrefort. Bei Ragaz wurden endlich am 6 . März 1446 die 144 gÖsterreicher abermals geschlagen und zum Frieden gezwungen.