Band 
Erster Teil. Altertum und Mittelalter.
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2. Der Verrat von Novara. Diese Gelegenheit, dieTapferkeit und den Mut der Eidgenossen in ihre Dienste zustellen, benutzten Deutschland mtb Frankreich im Kriege umdas Herzogtum Mailand.

Daselbst regierte nämlich um diese Zeit als Herzog Lud-wig Moro aus dem Hanse Sforza. Dagegen glaubteLudwig Xll. von Frankreich nähere Erbansprüche auf Mai-land zu besitzen. Er erklärte also an Moro den Krieg. Nichtweniger als 5000 Schweizer aber standen jetzt im Solde Ludwigs.Durch die Erfahrung belehrt, suchte aber hernach auch MoroEidgenossen für sich zu'gewinnen. Es gelang auch ihm. Sokämpften Bruder gegen Bruder. Dazu befleckten Moros Söld-ner die Schweizerehre durch einen schimpflichen Verrat,indem sie diesen bei der Belagerung von Novara um 200Kronen den Franzosen preisgaben.

3. Die Schlacht bei Pavia und Novara. Um das Jahr1512 forderte Kardinal Matthäus Schinner aus dem 1512Lberwallis die Eidgenossen wieder auf, an dem Kampfe umMailand teilzunehmen. Moros Sohn, der Herzog Maxi-milian von Mailand, und der kriegerische Papst Julius ll.hatten sich nämlich verbündet, um gemeinsam die Franzosenwieder aus Italien zu vertreiben. Da sollten die Schweizer

auf ihrer Seite stehen. Wirklich horten diese auf die Mah-nungen Schiuners und zogen dem Herzog mit einem wohl-gerüsteten Heere zu Hülfe. Nach wenigen Tagen war dieserauch wieder eingesetzt durch den Sieg bei Pavia.

Ebenso gewannen die Eidgenossen gegen Ludwig 1513 1513die blutige Schlacht bei Novara. Allein bald folgte Lud-wig auf dem Throne Frankreichs der kriegerische Franz 1.

4. Die Schlacht bei Marignano. Dieser gedachte mit isi5keinen Preis Mailand im Stiche zu lassen. Mit 60,000Alaun und 80 schweren Geschützen zog er also aufs neue über

die Alpen. Durch Versprechungen neuer Gelder hatte er aucheinem Teil der Schweizer wieder für sich gewonnen. Endlichzogen auf das Drängen Schinncrs wieder 24,000 Eidgenossendem Herzog zu Hülfe. Franz versprach aufs neue hohe Summenzu zahlen, und schon standen die Berner, Freibnrgcr undSolothnrner wieder im Begriffe heimzukehren. Da wußteSchinner unverhofft den Kampf herbeizuführen. Allein dies-