eine feurige Rede den Mut der auf dem Gestade von Salamisversammelten Mannschaften. Dann gingen diese an Bordund unter lautem Schlachtruf setzten sich die hellenischenSchiffe gegen die noch immer dreimal so zahlreichen persischenin Bewegung. Ein athenisches Fahrzeug war das erste, daseinem feindlichen den ehernen Schiffsschnabel in den Bugrannte und es in den Grund bohrte. Bald prallten die Schiffs-reihen auf allen Punkten aneinander und furchtbar tobtedie Schlacht. Die Perser ließen es an Mut nicht fehlen;aber, wie Themistokles vorausgesehen hatte, ihre große Zahlschlug für sie eher zum Nachteil aus. Ein Schiff kam demandern in den Weg und hinderte es in seinen Bewegungen,während die Griechen, vertraut mit jeder Klippe und Sand-bank in diesen Gewässern, in guter Ordnung kämpften. Denschwersten Stand hatten die Athener, da ihnen gegenüber diemeerberühmten Phönizier stritten. Aber ihre stürmischeTapferkeit und die trefflichen Anordnungen ihres Führersbrachten die Feinde endlich zum Weichen. Schiff um Schiffwurde angerannt und versenkt, und es kam vor, daß persi-sche Fahrzeuge, um sich zu retten, befreundete, die ihrerFlucht im Wege standen, in den Grund bohrten. Als derMond aufging, hatten die Hellenen den herrlichsten Siegerfochten. Xerxes aber, der sich auf einer Anhöhe, Salamisgegenüber, einen Thron hatte aufschlagen lassen, um seinAuge an der Vernichtung der griechischen Flotte zu weiden,hatte seine furchtbare Niederlage selbst mitangesehen. Drei-hundert seiner Schiffe waren mit der ganzen Mannschaftversunken.
5. Schlacht hei Platää (479 v. Chr.). — Noch warindes die Gefahr keineswegs vorbei; denn das unermeßlicheLandheer der Perser stand ja noch unversehrt mitten inGriechenland. Da ließ Themistokles dem Xerxes melden,die Griechen hätten im Sinne, zum Hellespont zu fahrenund die Brücken dort zu zerstören. Diese neue List desschlauen Atheners tat die gewünschte Wirkung. Xerxesfürchtete, wenn er von der Heimat abgeschnitten würde, so