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nach ihrem Gefallen Kaiser zu erheben und zu stürzen. Es 3. Jahrh.kam vor, daß die Leibwächter in Kom den Thron förmlichan den Meistbietenden versteigerten. Elende Buben gelangtenzur Kaiserwürde dadurch, daß sie den Soldaten schmeicheltenund ihre Gunst durch große Versprechungen erkauften.
Freilich war das gewöhnliche Schicksal dieser Soldatenkaiser,daß sie nach kurzer Herrlichkeit erschlagen und andere anihre Stelle gesetzt wurden. Kein Wunder, daß bei solchen •Zuständen das Reich nicht mehr imstande war, seine Grenzenzu schützen, daß die Barbaren von allen Seiten Einfällemachten und um die Wette darin plünderten, mordeten undbrannten. Oft gab es sogar mehrere Kaiser nebeneinander,die sich gegenseitig in wildem Bürgerkriege zu vernichtensuchten. So kämpften einmal sechs Bewerber um die Krone.
Unter diesen befand sich Konstantin, ein Mann von großerKlugheit und Tatkraft, dem es gelang, seine Nebenbuhlerzu besiegen und sich zum alleinigen Herrn des Reiches auf-zuwerfen. Er dankte dies vorzüglich den Christen, derenReligion er zum Siege brachte. Konstantin verlegte den 312 n. Clu-.Kaisersitz nach der Stadt Byzanz am Bosporus, die nach ihm 330 n. Clir.den Namen Konstantinopel, d. i. Konstantinsstadt, erhielt.
Durch eine Menge prunkender Bauten verlieh er der neuenHauptstadt einen Glanz, vor dem derjenige der alten verblich.
8. Teilung des Reiches (395 n. Chr.). — Einer derNachfolger Konstantins, Theodosius, der wegen seinerTapferkeit und Frömmigkeit der Große genannt wurde,teilte auf dem Todbette das Reich unter seine zwei Söhne, 395 n. Ohr.Arkadius und Honorius, und diese Trennung blieb be-stehen. Es gab fortan ein oströmisches oder morgen-ländisches und ein weströmisches oder abendländischesReich. Jenes, das nach seiner Sprache auch das griechischegenannt wird, bestand noch über ein Jahrtausend, bis dieTürken ihm 1453 ein Ende machten. Das weströmische da-gegen dauerte nur bis zum Jahre 476, in welchem ein deutscher 476n. Chr.Krieger, Odovakar, den letzten Kaiser, Romulus Augustulus,vom Throne stieß und sich zum König von Italien machte.
Oechsiin. Allgemeine Geschichte. 3