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König in den Adelsstand erhoben und samt der Mannschaftreich beschenkt. Aber die Portugiesen mußten sich dieFrucht ihrer mit so viel Mut und Ausdauer betriebenenEntdeckungsfahrten mit den Waffen in der Hand erkämpfen.Die Mohammedaner aus Westasien und Ägypten, die bisdahin so reichen Gewinn aus dem Zwischenhandel zwischenIndien und Europa gezogen hatten, sahen mit scheelem Augeauf die Ankunft der abendländischen Fremdlinge in denindischen Häfen und wußten Herrscher und Volk daselbstgegen sie einzunehmen. Schon Gama hatte alle Umsicht ge-braucht, um den feindlichen Nachstellungen zu entgehen,und seinen Nachfolgern ging es nicht besser. Infolgedessensetzten sich die Portugiesen mit Gewalt in Indien fest. Inheldenmütigen Kämpfen vernichteten sie die feindlichenFlotten und eroberten die wichtigsten Küstenplätze. Sowurden sie die unbestrittenen Gebieter auf dem IndischenOzean, und König Emanuel durfte sich ohne Übertreibung„Herr des Handels von Indien und Äthiopien“ (Afrika) nennen.
§ 37. Die Entdeckung Amerikas.
1. Christof Columbus. — Noch war das SüdendeAfrikas nicht entdeckt, als beim König von Portugal einesTages ein hochgewachsener Italiener mit länglichem sommer-sprossigem Antlitz, hellblauen Augen und ehemals rötlichen,jetzt aber schon ergrauten Haaren erschien und sich an erbot,den so mühsam um Afrika herum gesuchten Seeweg nachIndien auf andere Weise mit einem Schlage aufzufinden. Eswar Christof Columbus, dessen Ruhm denjenigen allerandern Entdecker weit überstrahlen sollte. Der Sohn einesTuchwebers in Genua, hatte er sich seit dem 14. Jahre demSeemannsberufe gewidmet und keine Fahrt war ihm zu weitgewesen. Wie manche andere seiner Landsleute hatte er seinGlück im Ausland versucht. Von England aus war er nachIsland und darüber hinaus gefahren, dann hatte er sich nachPortugal begeben und eine Seereise nach Guinea mitgemacht.