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Bilder aus der Weltgeschichte : ein Lehr- und Lesebuch für Gymnasien, Lehrerseminarien und andere höhere Schulen, sowie zum Selbstunterrichte / Wilhelm Oechsli
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M. Entstehung der schweizerischen Eidgenossenschaft.

Bergl. außer den S. 1 und 105 erwähnten Werken v. vändliker, Viersuer und Kopp:kiudei', Die Waldstätte Uri, Schwyz und Unterwalden bis zur festen Begründung ihrerEidgenossenschaft, krmiel. l.es ori^ineb äs la Lonfsäöl-atlon Luisse, deutsch von Lrunner.Vech5lü Die Anfänge der schweizerischen Eidgenossenschaft.

1. Der Schweizerbund (1291). Schlachten vom Vor-garten (1315), Senrpach (1386) und St. Jakob (1444). — Nureiner der deutschen Bünde, und zwar der unansehnlichste und ärmstevon allen, erwies sich als dauerhaft. In den lieblichen Alpentälern,die sich gegen den Vierwaldstättersee öffnen, inUriSchwyz undUnterwalden, lebten freiheitsliebende Hirten, welche durch kluge^Benutzung der Umstände sich mancherlei Rechte erworben hatten. Uriwar schon 1231 reichsunmittelbar geworden, und Schwyz war einerder wenigen Flecken Erde, wo die Bauern ihre alte Unabhängigkeitbewahrt hatten und nicht in Hörigkeit oder Zinsbarkeit herunterge-sunken waren. Um sich ihre Freiheiten zu sichern, schlössen die drei„Waldstätte" 1291, einige Wochen nach König Rudolfs Tode, einenewigen Bund mit einander und teilten fortan Freud und Leid. Esgelang ihnen sogar, Kaiser Heinrich VII., als er 1309 in Konstanzweilte, zu bewegen, sie sämtlich für reichsfrei zu erklären auf Kostender Habsburger, die über Schwyz und Unterwalden die gräflichenRechte besaßen. Als ihr Wohltäter starb und Friedrich der Schönesich die Kaiserwürde anmaßte, widerrief dieser ihre Freiheitsbriefe underklärte sie wegen Aufruhrs in die Acht, mit deren Vollstreckung erseinen Bruder Leopold beauftragte. Aber die Bauern zeigten, daßsie es verstanden, ihre Selbständigkeit auch mit den Waffen zu ver-teidigen. Als Leopold von Zug nach Schwyz ziehen wollte, brachtedas mutige Völklein, das der Schweiz den Namen gegeben hat, mitseinen Verbündeten im Engpaß am Vorgarten den österreichischenRittern eine blutige Niederlage bei (1315). Von da an suchten selbstbedeutende Städte, wie Luzern, Zürich, Bern, den Schutz desBauernbundes. Die „Eidgenossenschaft" dehnte sich rasch aus, meistwieder auf Kosten der Habsburger, denen ein großer Teil der Schweizgehörte. Noch einmal machten diese den Versuch, das Unabhängig-keitsstreben der Bürger und Bauern zu unterdrücken. Mit statt-

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