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II. Das Mittelalter.
Harun al Raschid, ein Zeitgenosse Karls des Großen, ist.Der einzige überlebende Ommaijade gründet in Spanien das
1492 Kalifat Cordova, dessen letzter Rest erst unter Jsabellavon Kaftilien vernichtet wird.
481-511 Die Gründung des Lrankcnreichcs durch den MeroivingerChlodwig. Die Franken zerfallen in die salischen (imMündungsgebiet deS Rheins), die ripuarischen (am Mittel-rhein, Cöln), die Oberfranken (an der Mosel) und werdenvon Chlodwig, dem Könige der salischen Franken, geeinigt;er zerstört den letzten Rest der Römerherrschaft in Gallienzwischen Seine und Loire durch seinen Sieg bei Caissonsüber den Statthalter Syagrius. Dann besiegt er die Ale-mannen bei Tolbiacum und läßt sich durch den BischofRemigius in Reims taufen: Annahme des Christentums inder Form des katholischen Bekenntnisses. Chlodwig besiegtdie Westgoten bei Vouille, erobert Gallien bis zur Garonneund einigt alle Frankenstämme durch Ausrottung der Teil-fürsten. Nach seinem Tode wird das Reich geteilt: Austra-sien, Neustrien und Burgund; Thüringen und Burgundzuerworben. Bei den beständigen inneren Kriegen wächst dieMacht der Hausmeier (mssores äornus), das sind ursprüng-lich die Verwalter der königlichen Güter, dann die erstenMinister, Feldherren und Stellvertreter der Könige. Pippinder Mittlere macht sich zum Majordomus des gesamtenFrankenreiches, sein Sohn Karl Martell rettet die abend-ländische christliche Kultur durch seinen Sieg über die Araberbei Tours und Poitiers.
Das Frankenreich unter den Karolingern (751—843).
751—768 Pippin der Kleine, Karls Sohn, stürzt den letztenMerowinger Childerich III. und macht sich zum Könige derFranken (Karolinger). Dem Papste, der ihn salbt, hilfter gegen die Langobarden und schenkt ihm das ExarchatRavenna: Anfänge des Kirchenstaates (weltlicheMacht des Papstes, besteht bis 1870).
768—814 Karl -er Große, der Gründer des fränkischen Weltreiches.
a) Seine Kriege.
1. Die Sachscnkriege. Auf einem Reichstage zu Wormswird der Krieg gegen die heidnischen Sachsen beschlossen, dieseit alter Zeit Feinde der Franken sind und häufig Einfälle inihr Gebiet machen. Auf 5 Zügen werden die Sachsen unterihrem Herzog Wittekind unterworfen (Eresburg, Jrmin-säule), empören sich aber immer wieder. Nach der Einführungdes Heerbannes Vernichtung eines fränkischen Heeres amSüntel, furchtbares Blutbad unter den Sachsen bei Verbena. d. Aller. Karls Siege bei Detmold und an der Hase,Wittekind läßt sich taufen. Karl läßt den Sachsen ihre Freiheitund Rechte, sie müssen ihn aber als ihren Schirmherrn aner-kennen. Verschmelzung der Sachsen und Franken. Stiftungvon Bistümern im Sachsenlande: Bremen, Beiden, Osnabrück,Münster, Minden, Paderborn und Halberstadt.