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Bilder aus der Welt- und Schweizergeschichte : zur Lust und Lehr der Jugend / Jakob Grunder, Hans Brugger
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IX. Die deutschen Kaiser.

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andere schulte die Söhne vornehmer Herren, selbst Herzogs- und Königs-kinder. Bor allem wurde das Latein gelehrt. Die deutsche Sprache fandnur geringe Pflege. Neben der heiligen Schrift las man auch die be-rühmten Schriftsteller der Römer und sogar der Griechen. Das KlosterSt. Gallen besaß eine Bibliothek, die weit und breit ihresgleichen suchte.Es war eine Stätte der Bildung, eine wahre Hochschule jener Zeit............. Da die Klöster oder Gotteshäuser, namentlich

4. Klosteröesth und ^ St. Gallen, so viel Gutes wirkten, so erhielten sieGotteshaus eu e. Seiten Schenkungen. Zum Heil ihrer

Seele schenkten ihnen die Großen des Landes vor ihrem Ableben eineMenge von Höfen samt den Leibeigenen darauf, ja ganze Dörfer. Auchtraten viele freie Bauern freiwillig in den Schutz eines Gotteshauses.Sie übergaben diesem ihr Besitztum und nahmen es wiederum als erb-liches Lehen zurück. Dafür zinsten sie fortan dem Kloster, nicht inMünze, sondern in Korn, Obst, Wein, Geflügel oder Viehware. NunWaren sie Gotteshausleute, und der Schirmherr des Klosters war auchihr Schirmvogt. So mehrte sich der Klosterbesitz, und manche Äbte wurdenzu mächtigen Landesherren. Sie regierten in ihrem kleinen Staate gleichwie der Papst in seinem Kirchenstaat.

Demselben Orden wie St. Gallen gehörten die Klöster5. Andere schwcize-: Mrrri, Engelberg, Einsiedeln, Pfäfers,,Disentis u. a. an. Im Emmental wurde im 12.Jahrhundert die Benediktinerabtei Trüb gegründet. Dann entstanden neueOrden, die es mit dem heiligen Leben noch strenger nehmen wollten, z. B.die Zisterzienser. Diesen gehörte das im Seeland reich begüterte KlosterFrienisberg an, ebenso das Kloster Fraubrunnen, wo Frauen sichals Nonnen dem Dienste Gottes widmeten. Das reichste aller Klösterdes beimischen Gebiets war das Augustinerstift Jnterlaken, unterdessen Leitung und Herrschaft die meisten Kirchgemeinden des Oberlandesstanden. Im 13. Jahrhundert kamen die Bettelorden auf, der Pre-diger- und der Barfüßerorden (Dominikaner und Franziskaner).Nicht in Einöden, sondern in volkbelebten Städten erbauten sie ihreKlöster. Außer einem Haus sollten sie kein Eigentum besitzen und nurvon milden Gaben leben. Das Volk, dem sie predigten, gab ihnen solchereichlich genug. Jede namhafte Stadt, so auch Bern, hatte in ihrenMauern zugleich ein Barfüßer- und ein Predigerkloster.

IX. Die deutschen Kaiser.

Als das große Frankenreich 843 in drei Stückezerschnitten wurde, ging der Schnitt tief durchdie heutige Schweiz. Der Westen und Südenfiel an Mittelfranken. Bald erhob sich hierein neues selbständiges Reich Burgund. Die Adeligen und Bischöfe

I. König Heinrich I.und die Ungarn.Kaiser Htto l.