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Bilder aus der Welt- und Schweizergeschichte : zur Lust und Lehr der Jugend / Jakob Grunder, Hans Brugger
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Wie Bern und die Eidgenossenschaft gegründet wurden.

Kiburger, einiges vom Reichsgut an sich zu reißen. Doch Bernwollte nichts von ihnen wissen. Sie feindeten es heftig an undwollten ihm nicht erlauben, eine Brücke von der Nydeckseite ansandere Ufer hinüber zu schlagen. Da fanden die Berner Schutz beimGrafen Peter von Savoyen. Sein Stammgebiet lag südlichvom Genfersee, ein rechter Alpen-Paßstaat. Er hatte die Waadterobert und auf einem Felsen am Genfersee das schöne RitterschloßChillon erbaut. Nun durften die Berner getrost ihre Brücke bauenund ihre Stadt auf der Westseite erweitern. Sie umschlossen denneuen Stadtteil auch mit einer Ringmauer, deren Tortnrm der heutigeKäfigturm war. Auf 'der Südseite der Stadt bauten sie sich eineLeutkirche und weihten sie dem Andenken des heiligen Binzenz.Das war ein spanischer Märtyrer, der im Bild einen Palmzweig inder Hand trägt. Die Burg Nydeck wurde abgetragen und an ihrerStelle eine Kapelle errichtet. Es kamen auch Mönche vom Bar-füßer- und Predigerorden und bauten in Bern ihre Klöster.Fast alle Häuser der Stadt waren dainals noch aus Holz geballt unddie Gassen, wo noch Haustiere und Geflügel frei herumliefen, unge-pflastert. Mancher Bürger trieb noch Landwirtschaft. Außer denAckern und Matten in der Nähe der Stadt (Burgernziel) und demForst, besaß Bern noch kein Landgebiet.

Die kleine Habsburg schallte auf die Trümmer-stätte von Vindonissa nieder. Sie wurde zurWiege eines der berühmtesten Herrscherhäuser

Graf Itudokf vonLabsvurg.

Europas. „Der Bischof Werner gab das Geld, Graf Ratbot hat siehingestellt, klein aber fest, die Habichtsburg, das Felsennest." DieLandspitze zwischen Reuß und Aare war seit alter Zeit das Eigen derHabsburger. Diese erlangten früh das Amt der Landgrafen im Aar-gau und Elsaß, dann auch im Zürichgau, zu welchem ebenfalls dieJnnerschweiz gezählt wurde. Sie waren rastlos erpicht, ihr Hausgnt>lnd ihre Macht zu mehren. Keinem glückte das besser, als demGrafen Rudolf III. von Habsburg. Seine Mutter war eineKiburgerin. Sein Vater starb auf einem Kreuzzuge. Erst 22 Jahrealt, übernahm er schon das Grafenamt. Bald boten sich ihm vor-zügliche Gelegenheiten, seinen Besitz zu vermehren, bald durch Kampf,bald durch Erbschaft. Als Hauptmann der Zürcher besiegte er ihrenBedränger, den Freiherrn von Regensberg, und brach die Uetliburg.Dann fiel dem Hause Habsburg 1263—64 das ganze kiburgische