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Wie Bern und die Eidgenossenschaft gegründet wurden.
solches hatte, war nach damaligem Begriffe frei und selbständig. ImStreben nach Selbstverwaltung wurzelt der Bund der Eidgenossen.Im Bundcsbrief ist kein Personenname genannt. Wir kennen aber dieNamen der Stifter aus einem Bündnis, das Schwyz und Urieinige Wochen später mit Zürich schloffen. Gegen Albrecht war esgerichtet. Viele Städte und Herren waren wider ihn verbündet. Erkam ins Land und besiegte die Zürcher bei Winterthur. König wurdeer aber noch nicht, sondern Adolf von Nassau. Dieser schätzte die Wald-stätte und bedrückte sie nicht. Er anerkannte ihre Freibriefe. Das tatAlbrecht, als er 1298 dennoch auf den Thron kam, keineswegs. DieLänder sollten seiner Hausmacht angehören. Er freute sich über denreichen Ertrag des Gotthardzolls, tat manches, um den Kaufleutenden Weg zu erleichtern, sie anzulocken. Was seine Vögte in den Tälernder Eidgenossen verübten, und wie sich die Talleute gegen sie wehrten,hat damals niemand aufgezeichnet. Nur die Vvlkssage erzählt davon.Diese Sage ist es, die der Dichter Friedrich Schiller in seinem Drama„Wilhelm Teil" so wunderbar gestaltet hat.
VI. Die Serge von der Wefreinng der WaLdsteikte.
Das Melchtal im Lande Unterwalden ist heute ein: ^ grünes Weidetal. Kein Pflug durchfurcht den Boden.
: , ' : Früher war es anders. Auch in höheru Lagen pflanzte
man Korn und entrichtete den Zehnten davon. Ein braver Bauer,Heinrich an der Halden, hatte dort oben seinen Hof. Er Pflügtemit seinem Sohn Arnold eben ein Feld, als ein Bote des LandvvgtesBeringer von Laudenberg erschien und ihm das schönste PaarOchsen abforderte. Er gab vor, Arnold habe sich gegen den Landvogt inetwas vergangen. Spöttisch sagte er: „Wenn die Bauern Brot essenwollen, so mögen sie den Pflug selber ziehen." Zugleich fing er an,die Ochsen loszubinden. Der Zorn übermannte Arnold. Er schlug denKnecht mit seinem Stock und brach ihm einen Finger. Da fürchteteer sich vor der Rache des finstern Vogtes und floh nach Uri zu seinemVetter Walther Fürst. Laudenberg aber ließ den unglücklichen Vatergebunden vor sich führen. Er fragte gebieterisch nach dem Aufenthalts-orte des Sohnes. Umsonst beteuerte Heinrich, keine Kunde von ihmzu haben. Der grausame Wütrich ließ ihn blenden, raubte ihm Habund Gut und vertrieb ihn von Haus und Hof.
ZuSteinen im Lande Schwyz wohnteWerner7^ Stauffacher. ein freier und angesehener Mann,
mit seiner klugen und treuen Gemahlin Gertrud. Ihr Haus War dasschönste im ganzen Lande; denn es war aus Stein erbaut und noch neu.Da ritt einst Hermann Geßler, Landvogt in Schwyz und Uri,vorbei. Stauffacher grüßte ihn untertänig. Geßler aber sagte hart: