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Bilder aus der Welt- und Schweizergeschichte : zur Lust und Lehr der Jugend / Jakob Grunder, Hans Brugger
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IX. Die Zeit des Burgdorfer Krieges.

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55 m Firsthöhe gebracht. Er war so recht das Wahrzeichen der Stadt.Auf der Innenseite stand die hübsch bemalte, 9 m hohe Holzfigur desheiligen Christoph, wovon der Turm den Namen Christophelturmerhielt. Der Kopf der Figur ist noch heute im historischen Museum zuschauen. Ein ebenfalls mächtiges Torgebäude stand am Ausgang derAarbergergasse, von wo die Straße nach dem Seeland führte. Um dieseZeit stiftete eine edle Frau, Anna Seiler, durch ein Vermächtnis dasJnselspital. Bern zog damals die Gegend um Aeschi und Nieder-sim mental an sich. Es gewann auch Macht im Seeland. Der tief-verschuldete Graf von Aarberg mußte sein Besitztum, das Städtchenund mehrere Dörfer, veräußern. Bern kaufte sie ihm ab. Schon vorherhatte sich das Kloster Frienisberg mit all seinen Höfen und Dörfernunter Berns Hoheit gestellt. Das nämliche tat auch die Abtei Trüb imEmmenthal. Kauf und Eroberung waren die Mittel, wodurch Bern seinGebiet vergrößerte.

2. Schwarzer Jodund Krdbeven.

In der Mitte des 14. Jahrhunderts hielt, von Asienherkommend, ein gar schlimmer Gast seinen Umzugin Mittel- und Westeuropa. Es war die Pest oderder schwarze Tod, eine fürchterliche, ansteckende Krankheit. Wen sie er-faßte, der war meist nach wenig Stunden tot. Kein Arzneimittel wolltehelfen. Ganze Gegenden starben aus. Schiffe trieben steuerlos auf demMeer, da alle Mannschaft ein Raub der Pest geworden. Sogar dieTierwelt war nicht vor ihr geschützt. Auch durch unsere Gegenden kamsie geschritten. In Bern, das damals kaum */i 2 der heutigen Bevölke-rung zählte, gab es Tage, da 60 Leichen zu begraben waren. Auch inBasel wütete sie schrecklich und raffte Tausende von Personen hin. Dannkam noch ein neues Unglück über diese Rheinstadt. Ein schrecklichesErdbeben suchte sie heim. Die Gewölbe des Münsters stürzten ein.Kein Turm, kein .Haus blieb verschont. Obendrein raste noch das Feuerüber die Trümmerstätte hinweg. Die Erdstöße zertrümmerten wohl 40Burgen in der Umgegend. Von allen Seiten kam man den Bürgern zuHilfe. Den Wiederaufbau leitete tatkräftig der Basier Bischof Sennvon Münsingcn.

Ums Jahr ^75 setzten die Gugler alles Land in: 4. Der Einsair der : Schrecken. Es war ein wildes Söldnervolk, das ein: ' : Ritter Jngelram vonCoucy aus Frankreich

über die Jurapässe ius Aaregebiet führte. Sein Angriff galt dem Herzogvon Österreich, von dem er ein Erbgut herausforderte. Doch plündertenseine Scharen überall ohne Unterschied. Der Herzog tat nichts zumSchutz seiner Leute im Aargau. Coucy nahm Quartier im KlosterSt. Urban an der Rot. Seine Scharen streiften raubend bis vor dieTore Luzerns. Wer da konnte, flüchtete sich und seine Habe in diefesten Plätze. Der Herr von Wales, ein Unteranführer, setzte sich zümÜberwintern im Kloster Fraubrunnen fest. Bald war man derfrechen Gäste satt geworden. Die Entlebucher schlugen einen ihrer Haufen