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Bilder aus der Welt- und Schweizergeschichte : zur Lust und Lehr der Jugend / Jakob Grunder, Hans Brugger
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Wie Bern und die Eidgenossenschaft gegründet wurden.

bei Buttishvlz, die Seeländer einen andern bei Ins. Den Haupt-schlag führten die Bürger Berns. Unter Führung ihres SchultheißenUlrich von Bubenberg zogen sie kurz nach Weihnachten in allerFrühe nach Fraubrunncn und überfielen die Räuber im Morgenschlaf.Ein grausig Hauen und Stechen erhob sich in den Klvstergängen. VieleGugler kamen ums Leben. Den Rest seiner Krieger führte Couchwieder außer Landes. Der Sturm verzog sich wieder, ohne besondereSpuren zu hinterlassen. Nur hatten jetzt alle österreichischen Untertanengesehen, wie viel besser die Eidgenossen ihre Gebiete beschirmten als derHerzog.

Der junge Graf Rudolf von Kiburg sah mitSchmerz und Gram den Besitz seines Hauses mehrund mehr zerfallen. Es ging ihm wie den meistenandern Adeligen. Sie verarmten, weil sie nicht

4. Der Hrat von Kivnrggreift Sokothurn an.Bern erwirkt Burgdorfund Thun 1383.

^ arbeiteten und ihr Gut verschwendeten, während

die freien Städte sichtlich aufblühten. Diese zogen den meisten Gewinnaus dem Niedergang des Adels. Sie brachten ein Gebiet ums andere an sich.Rudolf warf seinen Groll namentlich auf Bern und Solvthurn. Erwar unbesonnen genug, einen Überfall auf Solvthurn zu wagen. Schonnäherte er sich der Stadt mit seinen Reisigen in nächtlicher Stille, aberer fand die Mauern besetzt. Der Bauer Hans Rot aus Rumisberghatte die Bürger geweckt. Der Graf zog ab und verwüstete in blindemZorn die Umgegend. Mit Solvthurn erhob sich nun auch BernWider den Kiburger. Auch die Waldstätte schickten Hilfe. Mit großerMacht wurde Burgdorf belagert. Zum Schleudern der Steine gegenseine Mauern haben die Berner znm erstenmal Schießpulver verwendet.Das Städtchen verteidigte sich aufs tapferste. Doch konnten die Kiburgerdiese Fehde nicht auf die Länge aushalten. Sie traten ihre Besitzungenan Bern und Solvthurn ab. Für Thun und Burgdvrf bezahltenihnen die Berner eine Entschädigung von 88,000 Gulden. So kamendiese beiden wichtigen Marktvrte mit einem Landgebiet von etwa 140 km"in Berns Besitz. Die Schlüssel des Emmenthals und desOberlandes hatten die Berner gewonnen. Die Bürger von Aarberg,Thun und Burgdvrf behielten auch unter Bern alle Rechte, die in ihrenHandfesten verbrieft waren.

Vgl. Lescb. 8. Bd. S. 8!>7 „Der schwarze Tod". 3. Bd. S. 184 „Das lNefecht bei Kraudrmmen".

X. Aer SernpacHerkrieg.

: Luzern war immer noch eine österreichische: Stadt und hing doch mit ganzer Seele dem

1. Auzern nimmt dasEntkebuch und Scmpach

: in fein Burgrecht auf. i Bund der Eidgenossen an. Dieser Zwiespalt

^.. .sollte einmal aufhören. Es wollte eine

freie Stadt werden, wie Bern, und Land gebiet erwerben. Rings