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Geschichte der Eidgenossenschaft im 15. Jahrhundert.
eine aufrichtige Freundschaft mit Bern. Durch Bern fand dann Frei-burg den Weg zum Anschluß an die Eidgenossenschaft.
s"/^IÜ7ewan7t777d7t^k Aus dem gefährlichen Bürgerkrieg ging die
Z , . . . . .^. r Eidgenossenschaft neu geeungt tmd gekräftigt
hervor. Viele warben um ihre Freundschaft. Es war aber nichtmehr so leicht, den Eintritt in den Bund zu erlangen. Seitdem dieBündnisfreiheit der Zürcher das Land in so große Gefahr gebrachthatte, waren besonders die Länder nicht mehr geneigt, neue gleichberech-tigte Orte aufzunehmen. Doch als „zugewandte Orte" ohne Bünd-nisrecht und ohne eigenes Kriegsrecht waren ihnen treue Verbündeteimmerhin willkommen. Die Zugewandten hatten kein Stimmrechtan den Tagsatzungen, d. h. an den Zusammenkünften der eidgen.Boten. Sie wurden nur ausnahmsweise an diese Tage eingeladen undhatten auch kein Recht des Mitregierens über die gemeinen Herr-schaften. Zu diesen Zugewandten gehörte von 1451 an der Fürstabtvon St. Gallen, der über die „alte Landschaft" zwischen Wylund Rorschach und über das durch Kauf ueuerworbeue Loggen bürgregierte. Er war mit Zürich und Luzcrn, Schwyz und Glarns alsSchirmortcn verbündet. Das übtische Kriegsvolk mußte den EidgenossenZuzug leisten. Auch Appenzell erneuerte sein Bündnis als zuge-wandter Ort. Die Städte St. Gallen und Schasfhausen wurdenebenfalls Zugewandte (1454). Stein am Rhein, auch ein „Brückenköpf", verband sich mit Zürich und Schaffhausen. Rvttweil in Schwabenund Mülhausen im Elsaß traten ebenfalls ins Burgrecht mit einigenSchweizcrstüdten. Mit Basel hatte sich Bern schon in den Fahren 1400und 1444 freundschaftlich verbunden.
:r. Wapperswil tritt in denSchirm der Waldstätte.Der Hliurgau wird erobert
An einem Schützenfest zu Konstanz gerietein Luzcrner mit einem Schwaben in Streitwegen einer Berner Münze. Der Schwabenannte sie verächtlich einen Kuhplappart. DieSchweizer Schützen zogen ab. Doch im Herbst zur Zeit der Weinleseerschienen 4000 Eidgenossen vor der Stadt, um die Beleidigung zurächen. Sie hausten übel in den Rebbergen. Mit 5000 Gulden er-kauften sich die „Schwaben" den Abzug der Schweizer. Einer der HeerHaufen aus den Waldstättcn übernachtete in dem österreichischen StädtchenRapperswil. Viele Bürger dieser Stadt waren Freunde der Schweizer.Sie ergriffen die Gelegenheit und ergaben sich den Waldstätten inSchutz und Schirm. Herzog Sigmnnd von Österreich wagte es nicht,wegen dieser Tat den Schweizern den Krieg zu erklären. Da erkühntensich die Eidgenossen, einem Geheiß des Papstes Pius, der mit Sigmundverfeindet war, zu folgen. Sie eroberten den ganzen Thurgan 1460.Einzig Winterthur schlug ihren Angriff tapfer ab. Jetzt forderte Sig-mund seinen Adel auf, wider die Schweizer zu Feld zu ziehen. Aberin seinem eigenen Land drohte eine Volkserhebung. Er schloß mit denEidgenossen Frieden und verkaufte den Zürcher« auch noch Winter-