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Bilder aus der Welt- und Schweizergeschichte : zur Lust und Lehr der Jugend / Jakob Grunder, Hans Brugger
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129
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IV. Vorspiele des Burgunderkr'egs.

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schöne fruchtbare Landschaften. Nach größer war der Reichtum derburgundischen Niederlande. In vielen schönen Städten blühte dvrtseit Jahrhunderten ein reger Handel. Das Tnchgewcrbc verbreitetegroßen Wohlstand. Nirgends wurden schönere Teppiche gewoben undfeinere Waffen geschmiedet. Burgund war ein französisches und dieNiederlande ein deutsches Lehen. Doch der Lehensmann oder Vasallwar reicher und mächtiger als seine beiden Lchcusherrcn, König Ludwigund Kaiser Friedrich III. Sie fürchteten ihn beide. Karl strebte nachder Königskrone. Und was er sich einnml vorgenommen, das suchteer mit aller Kraft und einem Starrsinn ohnegleichen durchzusetzen. Neben-bei wollte er auch sein Gebiet erwei-tern. Dazu bot ihm Herzog Sigmundvon Österreich eine gute uud bequemeGelegenheit.

i 3. Die Eidgenossen ziehen in den :

: Knndgau nnd vor Wasdshut. :

: Kerzog Sigmunds Geldnot. :

Mit dem Herzog von Burgundstanden die Eidgenossen anfänglich ineinem Freundschaftsvertrag.

Das änderte sich dann infolge von Er-eignissen in den österreichischenVorländer! am Rhein und im El-saß. Die Adelsherren dieser Landekonnten ihren Haß Wider die Eidge-nossen nicht zurückhalten. Sie nanntensie „Kuhmelker", überfielen ihre Kauf-leute, wenn sie den Rhein hinunter-fuhren, und schädigten die zugewandteStadt Schaffhausen. Am ärgstenbedrängten sie die Stadt Mül-ha usen, die mit Bern und Solvthurn im Bunde stand. Auf den Hilferufdieser Stadt brachen die Eidgenossen, 13,000 Mann stark, in den Sund -g au. Mülhausen war der Plage los. Kein Adelsheer zeigte sich. Plün-,dernd rückten die Eidgenossen rheinauswärts und legten sich vor Walds-hut, das sich tapfer wehrte. Die Berncr wollten es im Sturm nehmen.Sie sagten, sie seien ausgezogen, um Land und Leute zu gewinnen. Dieandern Eidgenossen zogen aber vor, Geld für das Städtchen zu nehmen,l0,000 Gulden, die Herzog Sigmund innert Jahresfrist zu bezahlenversprach. Als Pfand verschrieb er ihnen Waldshut und die LandschaftSchwarzwald. Nun ging der Herzog auf die Suche nach Geld.Eigenes hatte er gar selten, weil er so verschwenderisch lebte. SeinVetter, Kaiser Friedrich, wies ihn an Frankreich. Doch von Ludwig er-hielt er nichts. Dann wandte er sich an den reichen Herzog von

Gründer und Brngner. Geschichte. 9

Karl äer Huhne.

Nach dein Porträt von van der Wc>)dc»im Brüsseler Mnscnm.