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Geschichte der Eidgenossenschaft im 15. Jahrhundert.
Während der Zeit des Haders nach denBurgunderkriegen setzten die Eidgenossenihre Nachbarn durch eine neue Waffentatin Erstaunen. Im Jahr 1478 riefen die Urner, denen das Livinen-tal gehörte, ihre Verbündeten zu Hilfe wider Mailand. Ein starkeseidgenössisches Heer lagerte sich vor Bellen z. Wald mann nahmteil an dieser Heerfahrt und auch Adrian von Bubenberg, derhier zum letztenmal ins Feld zog; denn er starb im April -1479.Die Eidgenossen waren uneins, ob sie die feste Stadt erstürmensollten oder nicht. Es war spät im Jahr, und sie fürchteten, derWinter könnte ihnen die Pässe über das Gebirge verschneien. Siekehrten heim, ohne etwas ausgerichtet zu haben. Nur eine Talwachevon etwa 200 Mann ließen sie unter dem Luzerner HauptmannFrischhans Teilung zurück, der ein kecker Reisläuferführer war.Gegen diese kleine Schar zog bei Anbrach des Winters eine mailän-dische Übermacht von 10,000 Kriegern talaufwärts. Teiling verstärkteseine Schar durch einige Hundert Liviner. Sie leiteten geschickteinen Bergbach über die Talenge beiGivrnico sspr. dschvrniko), so daßdiese zu einer Eisfläche gefror. Als die Mailänder die Fläche unsichernSchrittes betraten, donnerten Felsblöcke auf sie nieder. Mit Fußeisenangetan, warfen sich Teilings Krieger beherzt auf die Feinde undjagten sie in wilder Flucht talabwärts bis zur Brücke von Biasca.1400 Tote und reiche Beute ließen die Mailänder im Tal zurück.Ihr Herzog schloß Frieden mit den Eidgenossen und gewährte ihnenZollfreiheit bis zum Stadtgraben von Mailand. — Frischhans Teiling,der Held von Giornicv, nahm leider ein trauriges Ende. Er warTuchhändler von Beruf. Auf seinen Reisen hatte er da und dortüber die Zürcher geschimpft und auf Waldinann geschmäht. Als erdann 1487 den Markt zu Zürich besuchte, wurde er gefangen genom-men und ungeachtet der Bitten seiner Freunde und seiner Familiehingerichtet. Die Hauptschuld an seinem Tod trug der gewalttätigeBürgermeister Hans Waldmann.
5. Der Sieg bei Hiornico.Arischhans Helling.
Dergl. Leseb. 3. Bd., S. 181 „Das Reislcittfen". S. 379 „KriegSlied der Freiharstbuben".