X. Die Heerfahrten der Schweizer nach Ztalien.
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4. Sie Schweiz auf dem Höhe-punkt der Wacht.
Sie Tagfatzung zu Maden.Ser Sieg Sei Wovara 15t 3.
Über den Großen St. Bernhard kehrtendie Berner vorn Pavierzuge heim undentfalteten erst, als sie nahe zur Stadtkamen, ihr neues, kostbares Banner.Darauf prangte der Bär mit vergoldetenKlauen. Die Boten der Eidgenossen traten im Herbst 1512 zur Tagsatzungin Baden zusammen. Es waren anwesend die Gesandten desdeutschen Kaisers, des französischen und spanischen Königs, des Papstesund anderer Fürstlichkeiten. Das zeigte so recht, wie hoch die Schweizdamals in der Achtung der Völker und Regenten stand. Die Eid-genossen ließen sich aber nicht beirren. Sie entschieden, daß Maxi-milian, der Sohn Ludwigs des Mohren, als Herzog in Mai-land einziehen solle. Sie selber führten den jungen Fürsten in seineVaterstadt zurück und gelobten ihm ihren treuen Schutz und Schirm.Solche Beschützer hatte er auch bitter nötig. Kaum war der Wintervorbei, so rückte aufs neue ein mächtiges Heer von Franzosenund Landsknechten über die Westalpen. Wankelmütig fielen die Mai-länder selber vom Herzog ab. Er zog sich mit einer Schar von einigentausend Schweizern nach Novära zurück. Die Franzosen unter LaTremouille und andern berühmten Führern umlagerten und be-schossen das Städtchen. Die Eidgenossen leisteten verwegenen Wider-stand und waren getrost. Diesmal sollte der Herzog nicht, wie seinVater, den Franzosen in die Hand fallen. Hilfe war nahe; 6000Urschweizer langten am Abend des 5. Juni vor dem Städtchen an.Die Franzosen zogen sich in ihr Lager zurück. Drinnen in Novarawar festliches Gelage bis um Mitternacht; dann wurde es still.In aller Frühe zogen die Eidgenossen, in drei Hansen geteilt, hinaus,um den Feind zu überraschen. Doch dieser war gewarnt und empfingsie in guter Ordnung. Nun begann ein fast übermenschliches Ringen.Jeder Haufe kämpfte so vor sich hin, ohne von dem andern etwas zuwissen. Mit vorgestreckten Speeren hielten sie die Reiterei auf. Sieunterliefen die Geschütze, überstiegen die Schanzgräben und zwangendie ergrimmten Landsknechte zur Flucht. In Eile retteten sich dieReste des Franzosenheers über die Alpen zurück. Sie erzählten zuHause, sie hätten nicht mit Menschen, sondern mit leibhaftigen Teufelngefochten. Mächtiger waren die Schweizer nie, als unmittelbar nachdem Kampf von Novara. Jeder der 12 Orte war wie ein Herzogtumgeniertet. Man traute ihnen zu, daß sie ganz Italien erobern könnten.