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II. Von der Notwendigkeit einer Kirchenerncuerung.
Zeit, von der der Humanist und Ritter Ulrich von Hütten sagenkonnte: „O Jahrhundert, die Studien blühen! Die Geister erwachen!Es ist eine Lust, in dir zu leben!"
Vergl. Leseb. 3. Bd. S. 40S „Die Ufenau".
II. Won der Notwendigkeit einer Kirchenerneuerung.
! 1. Johann Kuß, !
- einDorreformator. -
Hochschullehrer
In den Tagen, da der Aargau erobert wurdedas große Konzil in Konstanz tagte, lag hierMann gefangen mit Namen Huß. Er warund Prediger aus Prag im Lande Böhmen.
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Line Ketzerverbrennung.
wollte sich wegen einiger seiner Lehren verantworten, von denen dieBischöfe sagten, sie seien ketzerisch. Man nannte ketzerisch alles, wasmit der katholischen, d. h. allgemeinen Kirchenlehre nicht übereinstimmte.Huß hatte in der heiligen Schrift geforscht und gefunden, das Religions-wesen sei auf Abwege geraten, es habe die Hauptsache, Nächstenliebe undGewissensfreiheit, vergessen und halte an Gebräuchen fest, die geradezuurschriftlich seien. Er begann, mutvoll Wider die Schäden der Kirchezu predigen. Seine Worte bewegten das Volk und auch den AdelBöhmens. Er eiferte Wider die hohe Geistlichkeit wegen ihresüppigen Lebens und weltlichen Treibens. Die Kirchenoberenwollten nun diesen Mund zum Schweigen bringen. Mit kaiserlichemGeleite kam Huß nach Konstanz. Statt ihn frei reden zu lassen, warfensie ihn in den Kerker, damit er nicht auch hier Anhänger gewinne. Sie