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Bilder aus der Welt- und Schweizergeschichte : zur Lust und Lehr der Jugend / Jakob Grunder, Hans Brugger
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183
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V. Bcrn tritt zur Reformation über.

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Unterricht, er war Schulherr Zürichs. Bei Todesstrafe verbotder Rat das Pensionennehmen. Er vollzog diese Strafe an JakobGrebel, der selber ein angesehenes Ratsmitglied war. Der Sohn desGerichteten war ein Haupt der Wiedertäufer, die auch im Zürich-biet ihr Wesen trieben. Zwingli suchte sie in einem Religionsgesprächzu belehren. Als dies nichts fruchtete und sie in tollem Wahnsinnallerhand Ausschreitungen begingen, verurteilte der Rat ihrer dreizum Tode. Als die deutschen Bauern sich gegen ihre Herren erhoben,wurden auch die Zürcher Bauern unruhig und forderten die Ab-schaffung der Leibeigenschaft, der Zehnten und andrer Steuern. Siehielten sogar Landsgemeinden ab und plünderten zwei Klöster. DieRegierung kam ihrem Wunsche entgegen und hob die Leibeigenschaftin ihren Gebieten auf. Zwingli wußte die Gemüter zu besänftigen.Er machte dem Landvolk begreiflich, daß man die Steuern nicht auf-heben könne, da der Staat davon leben müsse. Zwinglis Ein-fluß nahm von Jahr zu Jahr zu. In allem fragte ihn die Regie-rung um Rat. Eine gewaltige Arbeitslast ruhte auf seinen Schultern.Er war unermüdlich im Predigen und Unterrichten. Als reformato-rischer Schriftsteller stand er mit Luther in der vordersten Reihe.Zahllose Briefe schrieb er an seine Freunde in den benachbarten, mitZürich verbündeten Städten und gab ihnen klugen Rat, wie sie dieKirchenerneuerung betreiben sollten. Seit 1524 war Zwingli mitAnna Reinhard vermählt. In seinem gastlichen Haus fand einjeder Hilfe und Tröstung. Zwingli liebte heitern Scherz und Ge-selligkeit. Ob auch die Orgeln in den Kirchen verstummen mußten,noch immer hatte er Freude an Musik im trauten Familienkreise. Erwar frohen Mutes und hoffte, daß das Werk, dessen Seele er war,in der ganzen Eidgenossenschaft siegreich sein werde.

Vergl. Leseb. 2. Bd. S. 257 „Zwingli unter den Neisläufern".

V. Mern tritt zur Htefornrcrtion über.

Noch stand Zürich ganz allein auf dem Bodender Glaubensneuerung. Was ihm als eingroßes Glück und eine Erlösung von vielemÜbel vorkam, das erschien vielen andernEidgenossen als ein schweres Unheil. Diefünf innern Orte namentlich — Luzern, Zug und die drei Wald-

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