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Bilder aus der Welt- und Schweizergeschichte : zur Lust und Lehr der Jugend / Jakob Grunder, Hans Brugger
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Die Reforiiiationszeit.

statte — glaubten, der alte Bund der Eidgenossen müsse darobin die Brüche gehen. Sie zürnten heftig wider Zürich, daß essich so von allen andern absonderte, erstlich im Bündnis mit Franz I.und nun auch in Glaubenssachen. Sie gaben zwar selber zu, daß dieSchäden der Kirche arg seien, und schlugen sogar Mittel vor, wie mansie bessern könne. Nur an den alten Kirchenlehrer! solle niemandrütteln. An diese Lehren hätten ihre Vorväter geglaubt und in diesemGlauben ihre Siege erstritten. Sie sagten, sie glaubten nicht,, daßZwingli so viel mehr von Gott begnadet sei, denn ihre lieben Hei-ligen. Sie drohten auch, wenn dieser Jrrlehrer Zwingli in ihre Händefiele, so wollten sie ihm „den Lohn geben, daß er es nimmermehrtäte". — Darum meinten die fünf Orte, sie müßten die Zürcher mitGewalt auf andere Wege bringen. Da wehrte Bern ab. Es ver-abscheute jede Gewalttat und hielt daran fest, daß man verschie-denen Glaubens und dennoch ein guter Eidgenosse seinkönne. Immer wiederholte es: die Bünde sagen und befehlen ja nichtsüber den Glauben.

:..Nun griffen die fünf Orte zu dem Mittel

: 2. Das Ncligionsqesprach k . —' . . . ..

: in Maden 1526 . k eures Religionsgesprachs (Disputation).

... . . Doktor Eck von Jngolstadt bot sich

ihnen an. Er wollte den Ketzerkönig der Schweiz besiegen. Statteinen neutralen Ort, wie etwa Basel, zu wählen, bestimmten siedas Städtchen Baden als Kampfplatz in diesem Wortstreit. Hierhatten sie, als Mehrheit unter den 8 regierenden Orten, die Gewaltin Händen. Zürich verbot seinem Lentpriester, nach Baden zugehen, wo ihm Todfeinde nachstellten. Es war auch offenbar, daßdie Gegner Zwinglis sich nicht wollten belehren lassen, sondern nureine Gelegenheit suchten, ihn und die Zürcher zu demütigen. Sostark war die Feindschaft wider Zürich, daß man es nicht mehr zurTagsatzung einlud. Um so weniger wollte es jetzt ein solches Reli-givnsgespräch beschicken. Die Disputation in Baden fand im Mai undJuni 1526 statt. Auf Befehl des Rats von Bern erschien BerchtoldHalter und disputierte mit Eck über das Meßopfer. Er hielt demgewandten Gegner wacker stand. Als Hanptverteidiger der neuen Lehretrat der Basler Reformator Oekolampad mit schlagfertigem Wortin den Kampf. Er war ein Mann mit blassem, hagerem Gesicht.Mancher der Altgläubigen sagte: „Wäre nur der gelbe Mann dortunser!" Die meisten Zuhörer des Gesprächs waren Anhänger der