V. Die Zeit des Patrizierregiments in der Schweiz.
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erkannten die Untertanen, wie gut er es mit ihnen gemeint hatte. Daihn die Bauern am meisten liebten und betrauerten, so nannte man Joseföfters den Bauernkaiser.
Vergl. Leseb. 3. Bd. S. 175 „Friedrich der Große im siebenjährigen Krieg". S. 177 „Züge ausdem Leben Josephs II.
V. Die Zeit des 'Uatrizierregiments in der Schweiz,
. Großes hat die Schweiz in der Refvrmationszeit* Kran Krachs : vollbracht. Was Zwingli und Calvin zusammen ge-
leistet, kommt dem gleich, was Luther getan hat.
Für diese Kulturtat bezahlte die Schweizeinen schweren Preis. Die Glaubcns-spaltung knickte ihre Einheit, ihre poli-tische Kraft. Aus dieser Ohnmachtzog Frankreich den größten Vorteil.
Selbst die reformierten Orte vergaßendie Mahnung Zwinglis, „sich vor frem-den Herren zu hüten". Alle dreizehnOrte schloffen 1633 einen neuen Bundmit Ludwig XIV. Sie schickten einezahlreiche Gesandtschaft nach Versailles;dort wurde dieser Bund feierlich be-schworen und besiegelt (Wandteppich imLandesmuseum). Er sollte gelten fürdie ganze Regierungszeit des Königsund noch fünfzehn Jahre darüber hin-aus. Auf die Dauer von sechzig Jahrenwar die Schweiz wieder an Frankreichgebunden. Vergebens hatte Weitste invor diesem Bund gewarnt und ge-sagt: „Frankreich wird uns noch ruinieren!" In Solothurn residierteder französische Gesandte. Zu diesem Posten wählten die Könige nurdie klügsten Staatsmänner. Dieser Gesandte benahm sich oft wie einLandesherr und mischte sich in alle schweizerischen Angelegenheiten. Erverteilte die Pensionen an die dreizehn Orte und Zugewandten.Nebstdem bezahlte er auch Gcheinigelder an einzelne Personen, Schult-heißen, Landammänner und Ratsherren. Ein wahrer Goldregen sprühteaus seinen Händen. Nahezu eine Million Franken hatte er jährlich zuverteilen. Dafür konnte er bei uns reichlich Truppen anwerben lassen.Auch mit Holland und Sardinien-Picmont, mit dem Papst und Spanienschloffen die eidgenössischen Orte Militärkapitulationen, d. h. Sold Ver-träge, ab. In allen großen Schlachten des Jahrhunderts kämpften undfielen Schweizer. Es gab Jahre, da gegen 80,000 Schweizer im Sold-dienste standen. Louvois sagte einmal: „Mit dem Geld, das der König
Kaiser Zote, II.