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Vom Jahr 1848 bis zur Gegenwart.
versprach ihm, er wolle für die Schweiz handeln, als wäre er selberdie Eidgenossenschaft. Schnell reiste Kern nach Hause und teilte deneidgenössischen Räten in Bern mit, wie die Sachen standen. DieBundesversammlung beschloß nun, die Gefangenen an die französischeGrenze bringen zu lassen. Im Frühjahr 1857 lud Napoleon dieVertreter der Großmächte zu einem Kongreß nach Paris ein.Hier wurde die Streitfrage gelöst, indem Preußen für immer aufseine Hoheitsrechte über Neuenburg verzichtete.
1. Napoleon HI. und Havour.Der italienische Krieg 1859.
III. Die Einigung Italiens.
Der Savoqerhandel.
: Als Napoleon noch nicht der mäch-tige Kaiser, sondern nur der ver-bannte Thronbewerber war, hielter sich öfters in Italien auf. Damals befreundete er sich mit vielenPatrioten, die danach strebten, Italien zu einigen und von derFremdherrschaft zu befreien. Jetzt, da er zur Macht gelangt war,hofften jene Freunde auf seine starke Hilfe. Vergeblich hatte esSardinien-Piemont 1848/49 versucht, die Österreicher vomitalienischen Boden zu vertreiben. Es war zu klein und schwach ge-wesen, um einer Großmacht standzuhalten. Wiewohl es ihn sehrgelüstete, Österreich anzugreifen, verschob es Napoleon von Jahr zuJahr, den Italienern zu helfen. Da unternahm der Graf Orsinieinen Mordanfall auf den Kaiser; er wollte ihn strafen für seine Untreueund schleuderte eine Bombe gegen seinen Wagen, als Napoleon zurOper fuhr. Das Geschoß tötete viele Menschen; der Kaiser aber bliebunverletzt. Die Tat Orsinis machte einen tiefen Eindruck auf Napoleon.Er kam bald nachher mit dem Minister Cavour in einem Badehotelder Vogesen zusammen. Insgeheim verabredeten sie die Vertreibungder Österreicher aus Italien. — Sardinien-Piemont war unter derfreigesinnten Leitung Cavours und Viktor Emanuels II. wirt-schaftlich aufgeblüht. 300 Klöster hatten sie aufgehoben und eineMenge Neuerungen eingeführt. Jetzt rüstete sich der kleine Staat mitunerhörtem Eifer zum Krieg. Österreich gebot ihm, die Rüstungeneinzustellen, sonst würde es seine Heere marschieren lassen. DerTurinerhof ließ sich aber nichts befehlen, und 1859 brach der Krieg los.
Wo der Tessin dem Langensee entströmt, drang Garibaldimit seinen Freischaren als erster in die Lombardei ein. Die Fran-