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Bilder aus der Welt- und Schweizergeschichte : zur Lust und Lehr der Jugend / Jakob Grunder, Hans Brugger
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IV. Die Gründung des deutsche» Neichs.

Bürger von dort erklärten mit Unterschriften, daß sie gernSchweizer werden wollten. Allein Napoleon hielt sein Versprechennicht. Im März 1860 mußten die Savoyarden darüber üb-st i m m e n, ob sie zu Frankreich gehören wollte» oder nicht. Von derSchweiz wurde dabei nichts gesagt. Die große Mehrheit entschied sichfür den Anschluß an Frankreich. Nun erklärte Napoleon, nach einersolchen Abstimmung könne Sativyen nicht zerteilt werden, auchder Norden müsse zu Frankreich gehören. Alle Proteste des Bundes-rats halfen nichts. Im Kanton Bern war der Zorn sehr groß überNapoleons eigennütziges, zweideutiges Verhalten. Im Vertrag vonLausanne aus dem Jahr 1564 stand geschrieben, daß Sativyen dassüdliche Genferseenfer an niemand veräußern dürfe. Das galt für dieLandschaften, die Bern zwei Jahrzehnte lang besessen und des Friedenshalber an Savoyen zurückgegeben hatte. Bundesrat Stämpfli undmit ihm viele andere angesehene Schweizer schlugen vor, Nordsavoyenmit Truppen zu besetzen. Doch die Mehrheit der Bundesversamm-lung teilte diesen Kriegseifer nicht. Von keiner Seite hatte die SchweizHilfe wider Frankreich zu erwarten. Ihr Anrecht aus Nordsavoyenwar auch nicht gleichwertig wie das auf Ncnenburg, welches schonseit Jahrhunderten mit den Eidgenossen Freud und Leid getragenhatte. Um die Schweiz ein wenig zu beschwichtigen, verfügte Napoleon,daß die zollfreie Zone rings um Genf nicht nur das LändchenGex, sondern auch Nordsavoyen umfassen sollte.

IV. Aie Gründung des deutschen Deichs.

I. ISilyclm I. und Zrismarck.Kceresreform.Panischer Krieg 1864.

Die Zeit war gekommen, da auchDeutschland sich einigen sollte. Der; Meister erschien, der den losen deutschenStaatenbund in einen festen, mächtigen

Bundesstaat umgoß. Hier war Preußen die kerndeutsche Vormacht,an die sich die kleinern Staaten anschließen konnten. Es war stark genug,die Einheit Deutschlands aus eigener Kraft zu erstreiten. Der Feinddieser Einheit war — wie in Italien — H^bsburg-Öfter reich. Seit1815 hatte dieses die Leitung im deutschen Bund. Von ihm war keineEinigung zu erwarten ; im Gegenteil, es setzte ihr nur Hindernisse ent-gegen.' Zudem war Österreich uur zum kleinern Teil ein deutscher Staat.Was kümmerte» sich die Tschechen, Ungarn, Polen, Slowaken u. a. umdie deutsche Einheit? Da übernahm Preußen die Aufgabe, ein einigesdeutsches Reich zu gründen. Drei Kriege hat die Einigung Deutschlands