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Bilder aus der Welt- und Schweizergeschichte : zur Lust und Lehr der Jugend / Jakob Grunder, Hans Brugger
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Vom Zahr 1848 bis zur Grgcnwart.

3. Die intern. Antonen.Per Weltpostverein 1875.

Je lebhafter die Völker mit einander ver-kehren, nin so inehr sind sie zum Friedengeneigt. Sie schließen Verträge unter-einander ab, die den Weltverkehr erleichtern; man nennt sie die inter-nationalen Unionen. Sie haben ihren Sitz auf dem neutralenBoden der Schweiz in der Bundesstadt Bern aufgeschlagen. ZuDirektoren dieser internationalen Ämter werden gewöhnlichtüchtige, geschäfts- und sprachgewandte Eidgenossen gewählt. Für denländerverbindenden Telegraphenverkehr fühlte man zuerst das Be-dürfnis einer Union. 1869 wurde das internationale Tele-graphenamt in Bern eingerichtet. Viel bekannter und volkstüm-licher ist der Weltpostverein geworden. Er wurde 1875 in Berngegründet, wovon eine Gedenktafel im alten Ständerathaus (AlpinesMuseum) an der Zeughausgasse in Bern Kunde gibt. Der Welt-postverein umspannt heute ein Gebiet, wo mehr als eine MilliardeMenschen leben. Ihm verdanken nur es, daß ein mit 25 Rappenfrankierter Brief bis ans andere Ende der Erde gelangt, währendvor hundert Jahren seine Sendung von Basel nach Genf wohl dasvierfache gekostet hatte. — Im Jahr 1890 ist auch für den Fracht-verkehr der Eisenbahnen eine Union zwischen 11 Staaten Europasgeschlossen worden. — Dann gibt es noch eine Union zum Schutzealles dessen, was im gewerblichen Leben Neues und Nützliches er-funden wird, und was Schriftsteller, Musiker, Maler und Bildhauerkünstlerisch darstellen, damit es nicht mißbräuchlich nachgemacht wird.Es ist die Union zum Schutz des gewerblichen, literarischenund künstlerischen Eigentums.

4. Die Inragewäster-Korrektion.

: I. A. Schneider.

Von Jahr zu Jahr mehrten sich die Zollerträg-nisse. Das jährliche Einnehmen und Ausgebendes Bundes übersteigt heute 100 MillionenFranken. Dem Bunde wurde es möglich, große, nützliche Unterneh-mungen zu unterstützen, denen die Kraft des einzelnen Kantons nichtgewachsen war. Ein solches Werk war die Juragewässer-Kor-rektivn. In früherer Zeit lief die ganze Aare von Aarberg land-abwärts in gerader Richtung nach Büren und vereinigte sich unter-wegs mit der Zihl, die dem Bielersee entfloß. Fast jedes Jahr ver-ursachten die beiden Flüsse bei hohem Wasserstand große Überschwem