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Bilder aus der Welt- und Schweizergeschichte : zur Lust und Lehr der Jugend / Jakob Grunder, Hans Brugger
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Vom Jahr 1848 bis zur Gegenwart.

verschönerten ihre Stadt 1873 durch das wundervolle St. Jakobs-denkmal. Großartig beging Bern 1891 seine Gründungsfeiermit historischem Umzug und einem Festspiels das alle Herzen ergriff.Würdig und ernst war die Feier, die am 5. März 1898 zu Füßendes 1866 errichteten Denkmals von Neuen egg abgehalten wurde.Auch im Grauholz, zu Fraubrunneu uud Lengnau gedachte man derleidvollen Tage des Übergangs. — Wie haben sich die Zustände inilnserm Vaterlande seit jener Zeit verändert! Was ihm damals voneiner fremden Macht als Trugbild vorgespiegelt wurde, hält es heutin glücklichem Besitz. Die Volksfreiheit ist in keinem Staat Europasbesser beschützt als in dem unsern. Dieses kostbare Gut gilt es auchin der Zukunft wohl zu wahren. Dem Vaterland verdankt jederSchweizer sein Höchstes und Bestes; ihm hat er all seine Liebe undalle seine Kräfte zu weihen.

VII. Die Weltreiche.

Bei einer Reise um die Welt zählt man heute nicht mehr wie frühernach Jahren, sondern nach Tagen. Der rasche Verkehr hat die Nationendes ganzen Erdballs einander ungemein genähert. Auch spricht man inder Politik nicht mehr bloß von sechs europäischen Großmächten, wienoch vor dreißig Jahren, sondern von Weltreichen und Weltpolitik.Wirtschaftliche Fragen beherrschen das Feld. Die Nationen streiten sichum Absatzgebiete und Kundsame in den weniger zivilisierten Erdteilen,um Konzessionen (Bewilligungen) zum Eisenbahnbau in China oder umden vorherrschenden Einfluß in Afrika. Sie kämpfen gegeneinander nichtbloß mit Kanonenschüssen, sondern ebenso eifrig mit Geldtitcln. GroßeStaaten suchen sich die kleinen durch Geldanleihen untertänig zu machen.Drei Staaten überragen alle andern an Weite des Gebiets und an Masseder Bewohner. Sie erstrecken sich über alle Breitengrade und bringendie Früchte fast aller Klimate hervor; sie bilden große wirtschaftlicheEinheiten und genügen sich selber. Eroberungssüchtig bedrohen sie diekleinern Staaten. Diese drei Weltreiche sind die Vereinigten Staa-ten von Nordamerika, England und Rußland; aber auch Deutsch-land und Frankreich mochten mit der Zeit Weltmächte werden.

Bis an die Küsten des Stillen Ozeanshatten die Nordamerikaner das Netzihrer Ansiedelungen ausgebreitet.Durch die scharenweise Einwanderungvon Europamüden verdoppelte sichdie Bevölkerung der Union alle zwanzig Jahre. Mit wunderbarerSchnelligkeit blühten ihre Städte und Staaten auf. Das Land, so über-

1. Die Vereinigten Staatenvon Nordamerika.

Der Slikavenkrieg 1861—65.Kuba erworben I8!>8.