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lassen und ebenso mechanisch abzuhören. Solch ein ge-schichtlicher Unterricht könnte aber auch füglich unterbleiben,weil der Schüler sich die paar geschichtlichen Bemerkungenauch durch Selbstunterricht erwerben kann.
Karlsruhe, 1. Juli 1849.
Der Verfasser.
Vorwortz»r
siebzehnten und achtzehnten Äuslage.
Die beiden neuen Auflagen führen die Geschichte bisauf die Tage der Gegenwart, insbesondere bis zum welt-geschichtlichen Frieden von Frankfurt (10. Mai 1871), durchwelchen der gewaltige Kampf seinen Abschluß erhielt, derunter Gottes gnädiger Fügung unser Volk dem längst er-sehnten Ziele seiner nationalen Wiederherstellung zugeführthat. Die etwas ausführlichere, anschauliche Darstellungdieser großen Zeit in einem geschichtlichen Lehrbuche fürdeutsche Schulen bedarf keiner besonderen Rechtfertigung.
Es wird unsere ernste Aufgabe sein müssen, jene gutenEigenschaften und Tugenden* unseres Volkes, die diesem durchhundertjährige Zerrissenheit, Schwäche und Elend durchgeholfenhaben, auf allen Gebieten des Lebens zu wahren und zu pflegen;dadurch wird das mit den Massen Errungene auch für dieZukunft erhalten und segenbringend bleiben. —
Für solche Aufgabe zu wirken, sind Schule und Erziehungzunächst berufen, und unter den Mitteln, die diesen zu Gebote
* Diese fassen sich kurz in dem alten Spruch zusammen: Bete undarbeite! Wer an diesem guten Geiste unseres Volkes frevelt und leicht-fertig ihm Trugbilder statt gesunder Nahrung bietet, der vergiftet das Markunseres Volkslebens und ist schließlich ein schlimmerer Feind, als der offenmit Waffen uns anfeindet.