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Dr. Joseph Becks Leitfaden beim ersten Unterricht in der Geschichte : in vorzugsweise biographischer Behandlung und mit besonderer Berücksichtigung der deutschen Geschichte
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10. Man teilt die Geschichte ein in die alte (das Altertum)Ibis zum Untergänge des weströmischen Reiches (476 n. Chr.), indie mittlere (das Mittelalter) bis zum Beginn der Reformation(1517) und in die neue (die Neuzeit) bis zur Gegenwart.

I.

Das Nlievium oller lüe alle GesMMebis zum UuiecglMg lle8 wejlrömisllieu Keillik8

(476 n. Chr.).

Meiche in Asten.

§ 2 .

Völker in Asien.

In Asien bildeten sich zuerst größere Völkerschaften undStaaten. Die wichtigsten Völker daselbst sind:

1. die Chinesen und Inder im östlichen und südöstlichenHinterasien;

2. die Babylonier, Assyrer, Meder und Perser inMittelasien;

3. die Hebräer und Phönizier im südwestlichen Vorderasien.

§-3.

Die Chinesen.

1. Die Chinesen gehören zum mongolischen Menschenstamm,dessen gebildetstes Volk sie sind. Die Chinesen kannten noch vor denEuropäern viele wichtige Erfindungen, wie Schreibekunst, Papier,Kompaß, Pulver, Porzellan, Tusche, Seidenzucht, Webe-reien aus Baumwolle (Nanking), selbst eine Art Bücherdruckmittelst Holztafeln, auf denen die Schrift eingeschnitten wurde.Diese Art zu drucken kommt bei den Chinesen schon um 600 n.Chr. vor. Die chinesische Schrift besteht nicht aus. einer Anzahlvon Buchstaben, welche zur Bildung der Wörter mit einander ver-bunden werden, sondern ist eine sog. Silbenschrift, aus nahezu 40000Zeichen bestehend, von denen jedes ein Wort ausdrückt.*

* Die chinesischen Schriftzeichen werden nicht Wagerecht, sondern in senk-rechter Richtung unter einander geschrieben, wobei die Zeilen wie auchbei den Hebräern rechts anfangen.

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