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der Menge ihrer Pfeile nicht sehen!" sprach einer der Spartaner:„Desto besser, dann werden wir im Schatten kämpfen!"
Wie oft die Perser auch angriffen, sie wurden stets zurück-geschlagen, darunter selbst die Schar der „Unsterblichen", wie dieauserlesensten Tapferen im Perserheere hießen.
4. Da wurde eine Grieche jener Gegend, Ephialtes mitNamen, ans Habsucht zum Verräter an seinen Landsleuten. Erzeigte den Persern einen Fußsteig über das Gebirge, so daß sieden Griechen in den Rücken kamen. Jetzt war längerer Wider-stand nicht möglich. Leo nidas entließ den größeren Teil derGriechen und blieb mit seinen dreihundert Spartanern, zudenen sich noch freiwillig 700 Thespier gesellt hatten, allein zurück,um seinen Landsleuten ein ermutigendes Beispiel zu geben, wie großund herrlich es sei, für das Vaterland zu sterben.
5. Mit Ausgang der Sonne opferte Leonidas den Götternund schmückte sich mit den Seinigen nach Sitte der Spartaner zumKampfe wie zu einem Feste. Darauf rückten sie den Persern ent-gegen, richteten noch eine große Niederlage unter ihnen an und starbenalle den schönen Tod für das Vaterland. Xerxes eroberte nun Mittel-griechenland und zerstörte das verhaßte Athen.
6. JnAthen rangendamalsder„gerechte" Aristldes; ——und der ehrgeizige Theinistiikles um die erste Stellung.
Jener befürwortete die Entwickelung der Landmacht, Stckmms
dieser riet zum Bau einer Flotte (die „hölzernen Mauern").-—
Durch das Scherbengericht wurde Aristides aus der Stadt verbannt.— Die griechische Flotte stand bei der Insel Snlämis. Durch dieEinsicht und Klugheit des Themlstakles siegten hier 380 griechischeSchiffe über 800 persische so glänzend, daß Terxes eilends mit einemTeile des Heeres nach Asien zurückkehrte (480). Sein FeldherrMardonins wurde 479 von dem Spartanerkönig Pansrimas unddem Athener Aristides bei Platää vollständig geschlagen.
7. Jetzt gingen die Griechen zum Angriffe über. In den nochlängere Zeit währenden Kämpfen gegen die Perser verschaffteAristides dem verräterischen Pausänias gegenüber durch Gründungdes delischen Seebundes seiner Vaterstadt die Führerschaft zurSee. Mit dem Siege und Tode des Atheners Kimon bei Cypern449 endeten die Perserkriege. Das ganze ägäische Meer ge-hörte wieder den Griechen, und die kleinasiatischen Griechen warenvorn persischen Joche befreit.
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Der peloponnesische Krieg.
1. Seit den Perserkriegen war Athen der wichtigste StaatGriechenlands. Eine Reihe im Kriege wie im Frieden ausgezeich-