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Dr. Joseph Becks Leitfaden beim ersten Unterricht in der Geschichte : in vorzugsweise biographischer Behandlung und mit besonderer Berücksichtigung der deutschen Geschichte
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„Wozu das? Will der König etwas, was meinem Vaterlande Vorteilbringt, so bedarf es keines Goldes; will er aber Nachteiliges, so hater nicht Gold genug, um mich zu bestechen." Zugleich befahl er demPerser, Theben zu verlassen, damit er keinen andern Bürger verführe.Nie hatte er mehr als ein Kleid, und zwar von grobem Zeuge, undmußte zu Hause bleiben, wenn etwas daran auszubessern war.

7. Von seinen Freunden liebte er vor allen den Pelopidas,der von vornehmer Abkunft und sehr reich war. Schon als Jüng-linge bewährten sie in einem Tressen ihre treue Freundschaft. Vonihren Gefährten verlassen, schlössen sie sich fechtend dicht aneinander,bis Pelopidas, von seinen Wunden entkräftet, zu Boden sank.Jetzt kämpfte Epaminondas allein, wiewohl er selbst verwundetwar, noch für den totgeglaubten Freund gegen die andringendenFeinde, bis beide gerettet wurden.

8. Vergebens suchte Pelopidas den Freund zu bereden, seineReichtümer mit ihm zu teilen. Dieser lehrte ihn vielmehr, sie besserzu gebrauchen, nämlich zur Unterstützung der Notleidenden und zuanderen wohlthätigen Zwecken; denn dadurch wäre er der Herr undnicht der Sklave seines Geldes.

9. Aus solche Weise blieben beide durch ihr ganzes Leben innigeFreunde. Beide suchten das wahre Glück in der Tugend und inder Bildung des Geistes und nicht in äußeren, vergänglichen Dingen.

8 28.

_ Fortsetzung. — Philipp von Mazedonien.

371 1. In dem Befreiungskriege ihres Vaterlandes

v. Chr. die Spartaner kämpften beide gleich tapfer.

Leuktra. Epaminondas errang durch die von ihm erfundene

„schiefe Schlachtordnung" über die bis dahin für unüberwindlich ge-haltenen Spartaner einen großen Sieg bei Leuktra in Böotien(371). Über ihn war er besonders vergnügt, weil die Nachrichtdavon seinen Eltern Freude machen würde.

—— 2. Während Pelopidas siegreich in Thessalien

kämpfte, wo er 364 fiel, machte Epaminondas

7^*" Einfälle in den Peloponnös. In einer zweiten—aN-inea. g^en Schlacht bei Mantinea (362) siegte er über dieSpartaner, wurde aber durch einen Speer tödlich verwundet. Alsihm der Sieg seiner Mitbürger gemeldet wurde, zog er sich selbst dasEisen aus der Brust, wiewohl er wußte, daß er verbluten würde,und sagte: „Ich habe genug für mein Vaterland gelebt; denn ichsterbe unbesiegt!" — Mit ihm hörten Thebens Macht und Blüteauf. Die vielen inneren Kriege halten die Griechen so geschwächt,daß kein Staat die erste Machtstellung behaupten konnte. Leicht wurdedas durch inneren Zwist geschwächte Griechenvolk eine Beute dermazedonischen Eroberer.