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verkleidet, in dasselbe und gewann darauf durch Überfall einengroßen Sieg über die Dänen. Diese gingen nun zum großenTeile znm Christentum über und erkannten die Hoheit Alfreds an.Er selbst aber sicherte durch wiederholte Siege das Land gegenweitere Einfälle der Dünen.
5. Daraus wandte Alfred seine ganze Kraft und Sorgfaltauf die innere Wohlfahrt des Landes. Dieses war in Gaue geteilt.An der Spitze eines solchen standen zwei Grafen. Die Mitgliederder Bezirke waren für die öffentliche Ordnung und Sicherheit des-jenigen Bezirks, dem sie angehörten, verantwortlich und mußten denSchaden für ein Vergehen ersetzen, wenn der Thäter nicht ausfindiggemacht und zur Strafe gezogen werden konnte. Ungerechte Richterbestrafte Alfred mit dem Tode. Dadurch wurde die Sicherheit imLande so groß, daß man sagte, man könne jeden Geldbeutel aus derStraße liegen und goldene Armbänder an Bäumen aufhängen lassen,ohne daß jemand wage, sie wegzunehmen.
6. Alfred erbaute zuerst eine Flotte von größeren Schiffen,zu denen er die Pläne selbst verfertigte. Dadurch gab er seinemVolke einen Wink, auf welchem Elemente es seine Größe zusuchen habe.
7. Besonders sorgte er für die geistige Bildung des Volkes.Er verbesserte die Schulen, errichtete viele neue und übersetzte selbstgute lateinische Schriften ins Angelsächsische zur Unterweisung derSeinigen. Vor allem aber bildete Alfred sich selbst stets weiter.Er teilte Tag und Nacht in drei gleiche Teile, von denen der eineden Regierungsgeschäften, der andere den Wissenschaften und demGebete, der dritte dem Schlafe und der Erholung gewidmet war.
8. Eben so gewissenhaft war er inbezug auf seine Einkünfte.Diese wurden in zwei Hälften geteilt, die eine zur Unterhaltung desHofes und ausgezeichneter Gelehrten und Künstler, die er nach Eng-land berief, die andere zur Unterhaltung der Schulen und Armen.
9. So regierte Alfred, der durch die erziehende Schule desUnglücks und harter Prüfung gegangen war, als einer der edelstenHerrscher, indem er ebensosehr durch Weiheit und Tapferkeit, wiedurch rein menschliche Tugenden und wahre Frömmigkeit hervorleuchtet.
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Deutschland unter den sächsischen Kaisern 919—1024.
1. Nach dem Aussterben der Karolinger in Deutschlandwurde Konrad I., Herzog von Franken, zum Könige erwählt(911 bis 918). Er hatte viel mit den aufstrebenden Großen desReiches, insbesondere mit dem Herzoge Heinrich von Sachsenund dem Herzoge von Lothringen, der zu Frankreich haltenwollte, zu kämpfen. Sterbend ermähnte er daher edelmütig seinen