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8. Diese Zögerung benutzte Tilly und eroberte das
mit den Schweden verbündete Magdeburg, welches das Schlacht beiRestitutionsedikt nicht anerkennen wollte. Die Stadt Breitenfeld.wurde unter vielen Grcuelthaten 1631 zerstört. Jetzt schlössen sichdie Kurfürsten von Brandenburg und Sachsen an den Schwedenköuigan. Diesem stellte sich Tilly bei Breitenfeld unweit Leipzig imSept. 1631 gegenüber, wurde aber von ihm entscheidend geschlagen.
9. Dadurch bekamen die Schweden, zu denen jetzt die protestan-tischen Fürsten offen hielten, die Oberhand/ Unaufhaltsam drangensie nach Süddeutschland vor an den Rhein und von da nach Baiernbis München, nachdem Tilly bei Verteidigung des Lechs tötlichverwundet worden war.
10. In dieser Not wandte der Kaiser sich wieder an den zu-rückgesetzten Wallen st ein. Derselbe hatte unterdessen auf seinenGütern in Böhmen von den erbeuteten Schätzen mit königlicher Prachtgelebt und mit Schadenfreude dem Wechsel des Krieges zugesehen.Erst nachdem der Kaiser ihn zum fast unumschränkten Herrn desHeeres gemacht hatte, übernahm er den Oberbefehl.
11. Bei Lüsten in Sachsen kam es zwischen ihm —--
und Gustav Adolf zu einer Schlacht (1632). Sie
endete unter Leitung Bernhards von Weimar nach ME ^
einem heißen Kampfe mit einem Siege der Schweden. -—
Aber der Verlust der Schweden war unersetzlich; denn Gustav Adolfwar im Gewühle der Schlacht ums Leben gekommen.
12. Auch Wallenstein fand bald darauf das Ende seines zwei-deutigen Benehmens. Nach der Schlacht bei Lützen hatte er sichnach Böhmen zurückgezogen und blieb dort fast unthätig. Er unter-handelte hier heimlich mit den Feinden des Kaisers. Dies erschienals Verrat. Er wurde geächtet und in der Grenzfeste Eger, wohiner sich zurückgezogen hatte, von einigen seiner Leute überfallen undermordet (1634).
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Fortsetzung.
1. Der Kampf zwischen beiden Parteien dauerte nach dem TodeGustav Adolfs zum Unglück Deutschlands unter mannigfachemWechsel noch 16 Jahre. In dieser Zeit hatten besonders Sachsen,dessen Kurfürst wieder auf die Seite des Kaisers getreten war, undSüddeutschland unter dem Drucke der schwedischen Heere schrecklichzu leiden. Diese wurden von ausgezeichneten Generalen, die sichunter Gustav Adolf ausgebildet hatten, von dem Herzoge Bern-hard von Weimar, von Horn, Torstenson und anderenangeführt.