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zahlreichen festen Plätze im Nordosten Frankreichs erlagen der Reihenach fast sämtlich den deutschen Waffen.
3. Straßburg mußte sich nach einer durch Verteidigung, wiedurch Angriff denkwürdigen Belagerung an die deutschen Truppenunter General Werder ergeben (27. Sep.). So war die Stadtwiedergewonnen, die am 30. Sept. 1681 Ludwig XIV., indemer schlau Deutschlands Schwäche benutzte, unserem Vaterlande geraubthatte.
——-— 4. Weit bedeutsamer war der Fall von Metz.
Überaabe Vergebens hatte Marschall Bazaine Versuche gemacht,von Metz. durch das deutsche Belagerungsheer sich durchzuschlagen.
Die Ausfälle wurden stets zurückgewiesen. Endlich zwangenHunger und Krankheiten zur Übergabe. Am 27. Oktober schloßsie der Marschall mit dem Prinzen Friedrich Karl ab. Das ge-samte französische Heer (etwa 170 000 Mann, über 6000 Offiziere,darunter drei Marschälle, Bazaine, Canrobert, Leboeuf) wurdekriegsgesangen nach Deutschland gebracht. Zugleich sielen unermeßlicheKriegsvorräte in die Hände der Sieger.
5. Die Übergabe von Metz in diesem Augenblick war für dieDeutschen besonders wichtig, weil das Belagernngsheer dadurch zumKampfe gegen französische Heere im Norden und Süden der Haupt-stadt frei wurde.
Denn ein Teil der Pariser Regierung hatte vor der Ein-schließung der Hauptstadt seinen Sitz zu Tours genommen. IhrHaupt wurde Gambetta, nachdem er aus dem umlagerten Parismittelst Luftschiffahrt entkommen war. Mit fast unumschränkter Ge-walt suchte dieser die Provinzen zum äußersten Widerstände auf-zustacheln, Freischaren ins Leben zu rufen und neue Heere imSüden und Nordwesten Frankreichs zu bilden, die Paris entsetzen,sollten.
6. Solche Pläne zu vereiteln, war bald nach der Umschließungder französischen Hauptstadt ein mäßiges, aus Baiern und Preußenzusammengesetztes Heer unter dem General von der Tann südwärtsgezogen. Nach hartnäckigen, siegreichen Kämpfen ward im OktoberOrleans, der Schlüssel zur Loirelinie, besetzt. Die französischeLoirearmee wurde über den Fluß zurückgeworfen. Doch mußte vonder Tann sich mit seinem tapferen Heere von Orleans zurückziehen,als der Feind mit überlegenen Kräften ihn dort abzuschneiden drohte.Die Gefahr eines Entsatzes der Hauptstadt war dadurch größergeworden.
7. Indessen waren deutscherseits Verstärkungen unter demGroßherzog Friedrich Franz von Mecklenburg abgesandt. Aberauch jetzt wäre es kaum möglich gewesen, aus die Dauer den Durch-bruch der Loirearmee nach Paris zu verhindern. Da traf Prinz,