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Dr. Joseph Becks Leitfaden beim ersten Unterricht in der Geschichte : in vorzugsweise biographischer Behandlung und mit besonderer Berücksichtigung der deutschen Geschichte
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16. Die Pariser Festungen wurden den deutschen .

Truppen übergeben; das Heer in Paris wurde kriegs-

gefangen, blieb aber in der Stadt; die Waffen wurden aus- g""

geliefert, nur die Nationalgarde und eine kleine Truppen- Paris,abteilung behielt die Waffen für den inneren Sicherheit^-dienst. Im übrigen blieb Paris eingeschlossen, durfte sich aber unter-deutscher Vermittlung mit Lebensrnitteln versehen. Die Stadtgemeindevon Paris hatte eine Kriegssteuer von 200 Millionen Franken zu zahlen.

Erst am 1. März 1871 hielt eine deutsche Abteilung, 30 000Mann stark, ihren Einzug in Paris, zum Merkzeichen der völligenBesiegung des übermütigen Gegners.

17. Die Nationalversammlung zu Bordeaux ernannte

Thiers zum Haupte der Republik. Am 26. Februar 1871

wurde der Vorfriede zu Versailles von Bismarck, ZgThiers und Jules Favre unterzeichnet. Vorfriede zu

Die wichtigsten Bestimmungen des weltgeschichtlichen Versailles.Friedensvertrages sind:

Artikel I. Frankreich tritt Elsaß ohne Belfort und Deutsch-Lothringen mit Metz an Deutschland ab.

Artikel II. Frankreich zahlt an Kriegskosten 5 MilliardenFranken, eine im Jahre 1871, die übrigen in dreijähriger Frist.

Artikel III. Nach Bestätigung des Friedensvertrages durch diefranzösische Nationalversammlung räumen die deutschen Truppen diePariser Festungen und ziehen sich aus dem übrigen Frankreich schritt-weise je nach erfolgter Zahlung der Kriegskosten zurück. DieserVorfriede wurde von der Nationalversammlung mit großer Mehrheitangenommen und von Kaiser Wilhelm bestätigt.

Auf der Grundlage dieser vorläufigen Abmachungenwurde der endgiltige Friede zn Frankfurt am10. Mai vom Fürsten Bismarck und von JulesFavre abgeschlossen.

18. Der deutsch-französische Krieg ist bei-spiellos in seinem Verlaufe wie in seinen Ergebnissen. Er dauerteim ganzen etwa 230 Tage. Innerhalb dieses kurzen Zeitraumshat das deutsche Kriegsheer 156 mehr oder minder bedeutende Ge-fechte bestanden, 17 größere Schlachten geschlagen, 26 feste Plätzeerobert und über 7 400 Geschütze, 107 Adler und Fahnen erbeutet.Nebst dem feindlichen Kriegsherren waren mehr als 380 000 Mannund 11 850 Offiziere kriegsgefangen nach Deutschland gebracht worden.

19. Trotz so staunenswerter Erfolge der deutschen Waffen, der-gleichen die Kriegsgeschichte kein zweites Beispiel auszuweisen hat,und ungeachtet der völligen Niederwerfung des Gegners forderteDeutschland im Frieden nur das, was ihm von Rechts wegen gehörteund ehemals durch List und Gewalt entrissen worden war, und wases zu seiner Sicherheit gegen einen unruhigen, seit Jahrhunderten

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1871

10. Mai.Friede zuFrankfurt.