Alte Geschichte. Die tränier.
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vor Ohr.
317—291. Tschandragupta, ein Flüchtling aus Magadha, vertreibtdie Makedonier aus dem /reduslande, macht sich zumKönig von Magadha und erweitert das Reich fast überdie ganze vorderindische Halbinsel. Sein Enkel263— 226. Aqoka durch milde und sorgsame Regierung berühmt.
Blütezeit des Buddhismus; die Stupa, Kuppelbautenzum Schutze der Reliquien Buddhas; Bhagavati. die pyramiden-förmig aufsteigenden Tempel (Pagoden). Anlage von Straßen,Brunnen, Krankenhäusern. Inschriften bezeugen seine Beziehungenzu den Herrschern der Diadochenreiche.
Im Reiche Magadha lebte im 6. Jahrhundert nach Chr. derDramendichter Kdlidäsa (Qalmntala).
Im 3. Jahrh. v. Chr. gelangt die Brahmalehre wieder zurHerrschaft in Indien. Der Buddhismus- breitet sich nach Hinterindien, Zentralasien, Tibet, China, Japan aus. Das Eindringenfremder Eroberer beginnt mit dem Zuge Alexanders des Großen.
§ 3. Die Iranier.
Das Hochland Iran (Ariän, Land der Arier), in das indoger-manische Stämme ( Perser , Meder, Baldrer usw.) zu Beginn deszweiten Jahrtausends eindrangen, ist ein Land der Gegensätze;zwischen schneebedeckten Gebirgen und glühenden Sandwüsten liegenoasenartig Strecken fruchtbarsten Bodens, die natürlichen Mittel-punkte des Landes. Am stärksten bewohnt sind die Gebirgsländeram Rande des Hochlandes; im Westen Medien und Persien, imNorden HyrTcanien und Parthien, im Osten Baktrien und Ara-ehosien; dort hat sich in der Landschaft Arid (Berat) auch der alteGesamtname erhalten.
Der alte Götterglaube erfuhr auch hier eine priesterliche Um-bildung durch die Lehre des Zarathuschtra (Zoroaster), der in un-bekannter Zeit unter einem Fürsten Vischtäspa lebte. Als Staats-religion erscheint diese Lehre erst unter Dareios I., um 520. Über dieanderen Götter erhebt sich Ahuramazda (Ormuzd). der Gott desLichts und der Weisheit, Schöpfer und Erhalter aller Kreaturen.Beschützer des Ackerbaues und Verteidiger der Wahrheit; ihmstehen zur Seite die 6 guten Geister, Amescha-Spenta. Sein Dienstfordert die- Bekämpfung der verderblichen Mächte der Finsternisund der Lüge, an deren Spitze Angramanjusch (Ahriman) steht.Keine Götterbilder und Tempel, nur Feueraltäre im Freien, nament-lich auf Bergen; das Feuer gilt als heiliges Symbol der Reinheit.Später (um 400 v. Chr.) finden auch Götter der alten Volksreligionwieder große Verehrung, namentlich Mithra, der Gott des Sonnen-lichts, und Anähita, die Göttin der Gewässer, denen man auchBilder und Tempel errichtet. Heiliges Buch Aves/a, nur zum Teilerhalten in einer aus der Sassanidenzeit (3. Jahrhundert nach Chr.stammenden Bearbeitung Die Priester (Magier) zu einer erblichenKaste vereinigt.