Die Kolonisation der Mittelmeerküsten.
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ersten Olympiade, Anfang einer gemeinsamen griechischen Zeit-rechnung. — In Elis am Flusse Alplieios lag der ummauerte heiligeBezirk, die Altis, mit Altar und Tempel des Zeus. (Später auchandere Tempel, Säulenhallen und Schatzhäuser der einzelnen»tasten, wo die Weihgeschenke aufgestellt wurden.) Die Spielefanden außerhalb der Altis statt im Stadion (Pentathlon oderfünf kämpf: Springen, Laufen, Diskoswerfen, Speerwerfen, Ringen)nnd im Hippodrom (Wettfahrten der Viergespanne, unter denendie der sizilischen Tyrannen sich hervortaten). Den Siegernwurden Kränze von Ölzweigen zuteil; Dichter ( Pindar) verherrlichtenS1 . e im Liede. Unter dem Schutze Spartas gewannen die Olym-pischen Spiele große Bedeutung für die Erhaltung des National-bewußtseins unter dem politisch sehr zersplitterten Griechenvolke.
2) Ähnliche Spiele, doch vermehrt durch musische Wettkämpfeuer Sänger und Zitherspieler, wurden seit 586 bei Delphi in Phokisdem Apollon zu Ehren in jedem dritten Olympiadenialir gefeiert(Pythische Spiele).
3) Dem Poseidon zu Ehren wurden auf dem Isthmos die {ath-enischen, 4) dem Zeus zu Ehren zu Nemea in Argolis die neme-l $chen Spiele alle zwei Jahre gefeiert. — Alle diese Wettkämpfezu Ehren der Götter stählten die Volkskraft, weckten den Sinn fürheie Entwickelung der Persönlichkeit und stärkten das Gefühl derZusammengehörigkeit unter den Hellenen, die dazu von allen Seitenaus dem Mutterlande wie aus den Kolonien zusammenströmten.
§ 4. Die Kolonisation der Mlttelmeerktlsten.
8.—6. Die Hellenen, ihrer körperlichen und geistigen Über-
Jahrh. legenheit über die Barbaren sich bewußt, breitensieh infolge von Übervölkerung und politischen Wirren(». 41, 44, 54 f.) oder in der Verfolgung kaufmännischer Interessen^’mt über die Grenzen des Mutterlandes aus. Die früher angelegtenAnsiedlungen auf den Inseln und an den Küsten des ÄgäischenMeeres (8. 35) genügen nicht mehr. Milet allein soll gegen
Niederlassungen angelegt haben.
Die Kolonisation der Äoler ging vorn Pagasäischen Meerbusenzunächst nach Lesbos und Tenedos, dann von dort weiter nachAolien und dem thrakischen Chersones (Sestos).
Ionier von Milet gründen Abydos und Lampsäkos am Hellespont,Kyzikos an der Propontis; Sinöpe und Trapezüs an der Südostküstep Schwarzen Meeres; Olbia, Istros, Odessos an der Westseite,*®ntikapaion und Theodosia auf der Krim (Chersonesus Taurica).* a nais am Asowschen Meer (Palus Mäotis). Phasis und Dioskuriasan der Ostküste des Schwarzen Meeres., Zu Naukrätis in Ägyptengemeinsame Handelsniederlassung der kleinasiatischen Griechen.
Ionier von Chalkis auf Euböa besiedeln die Chalkidike mit mehrI 30 Städten, darunter Olynthos (Poteidaia korinthische Nieder -ussung), gründen Kyme (Cumae) in Campanieu (Tochterstadt