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Alt» Qesohiohte, Griechen.
vor Ghr.
413. Auf Alkibiades’ Rat besetzen die Spartaner, gereizt(März.) durch eine Landung attischer Schiffe in Lakonien, demFlecken Dekeleia in Attika. Von dort aus machet!sie (unter König Agis) oft wiederholte Streif zöge. Die dauernde!Besetzung wirksamer als die früheren vorübergehenden Einfälle |unter Archidamos. Die letzten !) Jahre des Peloponnesischen |Krieges heißen deshalb der
413—404. Dekelei'sche Krieg.
Bedrängnis der Athener, Flucht vieler Sklaven, Geld-not des Staates. Die aristokratische Partei kommt wieder zu An-sehen. Einsetzung einer neuen Behörde von 10 Vorberatem. Ord-nung der. Finanzen; die Tribute der Bundesgenossen werden itHafenzölle umgewandelt. Neue Rüstungen.
Alkibiades bewirkt den Abfall von Chios, Erythrä, Klazomenäund Milet vorn athenischen Bunde. Er bringt ein Bündnis zustandezwischen den Spartanern, die sich bereit erklären, dem Perserkönigalle ihm ehemals untertänig gewesenen Griechenstädte wieder zujüberlassen, und dem persischen Satrapen Tissaphemes in Sardes,der den Spartanern Hilfsgelder zahlt.
412. Eine neue athenische Flotte erscheint an der ionischer!
Küste; die Peloponnesier werden im Landkampf beiMillt geschlagen, aber die Einnahme der Stadt wird durch das!Erscheinen syrakusanischer Schiffe (unter Hermokrates) gehindert-Die athenische Flotte, wieder auf 104 Schiffe gebracht, ankert vorSamos. Alkibiädes, von den Spartanern angefeindet und bearg-wöhnt, begibt sich zu Tissaphemes, auf den er bald großen Ein-fluß gewinnt. Zugleich knüpft er Unterhandlungen mit den Oligar-,eben (Gegnern der Demokratie) im athenischerHeere an.
411. Verfassungsänderung in Athen,
(März.) von der oligarchischen Partei ( Antiphon , Thenr\menes) gewaltsam durchgesetzt. Rat von 400 Mit- jgliedern eingesetzt, die Volksversammlung auf 5000 Bürger be-|schränkt, alle Staatsbesoldungen, mit Ausnahme des Soldes der iim Heere dienenden Bürger, werden abgeschafft. Friedens verhäng ''lungen mit Sparta. Aber das Heer bei Samos weigert sich, di« iVerfassungsänderung anzuerkennen, erwählt neue Feldherren (Thr0'’>sybülos) und ruft Alkibiades zurück. Dieser übernimmt denOberbefehl, weigert sich aber, die Flotte gegen die Oligarchen nacl>Athen zu führen, und verlangt, daß sie vor dem Feinde bleibe. 1§Athen wird auch ohne Eingreifen des Heeres die Oligarchie nachkurzer Dauer gestürzt, der alte Rat der *500 wieder eingesetzt, baldauch der Zutritt aller Bürger zur Volksversammlung wiederher-gestellt.
Die Spartaner brechen jede Verbindung mit Tissaphemes »dund schließen ein Bündnis mit Pharnabäzns. dem Satrapen von