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Auszug aus der alten, mittleren und neueren Geschichte / Karl Julius Ploetz ; neu bearbeitet von Friedrich Kähler
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Deutschland.

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Wufen. Durch Gesandte des Konzils wird ein Vergleich mit dengemäßigten Hussiten (Kalixtinern, Utraquisten) geschlossen: PrägerKompaktaten 1433; die Taboriten (Tabor, Stadt in Böhmen), dieden Vergleich nicht annehmen, werden bei Böhmisch-Brod 1434besiegt; Sigismund zieht 1436 in Prag ein.

Während dieser Bedrängnis durch die Hussiten ist Sigismund'd s König von Ungarn in beständige Kriege mit den Türken imOsten verwickelt. (Vgl. 8. 187, 2371..) Im Westen des Reicheserhebt sich die Macht der französischen Herzöge von Burgund227 f.), die ansehnliche deutsche Reichslehen an sich bringen,miilipp der Kühne (8. 227) verschafft seinem zweiten Sohne dieNachfolge in Brabant und Limburg-, sein Enkel Philipp der Gutediese Länder und außerdem 1428 die Grafschaften Holland,eland, Hennegau, bald auch Luxemburg. Auch das HerzogtumLothringen kommt nach dem Aussterben des Mannesstammes'S. 180) 1431 an eine französische Dynastie, da die Erbin sich mitvonAnjou, Graf von Provence, Titularkönig von Neapel (S. 2201.)v ettnählt.

o Im Innern des deutschen Reiches Verwirrung, Fehden und"plbsthilfe. Bei der herrschenden Rechtsunsicherheit erlangen die*cnigerichte (S. 206) für einige Zeit große Bedeutung, bis sie selberihr Ansehen durch Anmaßung und Übergriffe unter-graben.

14381740. Kaiser aus dem Hause Habsburg.

14381439. Albrecht II. von Österreich, der tatkräftige Schwie-gersohn Sigismunds (s. Stammtafel 8. 22ts, dem era üch in Böhmen und Ungarn folgt, stirbt nach der Rückkehr voneinem Türkenzuge.

14401493. Friedrich III. von Steiermark (Vetter Albrechts),j,. der letzte in Rom (1452) gekrönte deutsche Kaiser,

m durchaus unfähiger Herrscher, läßt er sich durch seinen Ratgeber^neas Silvius Piccolomini (später Papst Pius II.) bewegen, in demzwischen dem Baseler Konzil und Papst Eugen IV. auf diejV 1 '* des Papstes zu treten. Die von dem Konzil beschlossenenschlichen Reformen werden durch das Wiener Konkordat 1448i®veitelt, in dem Friedrich sich den Wünschen des Papstes größten-Us fiiirm Lks Konzil löst sich infolgedessen 1449 auf.

fügte

y , Bürgerkrieg in der Schweiz 14401450; Zürich mit Österreichri kündet. Auf Kaiser Friedrichs Bitte schickt Karl VII. von

yj fttl kreich den Dauphin (als König Ludwig XI., S. 228) mit denj^Uoeen Scharen der Armagnacs gegen Basel. Heldentod von 1600Rossen bei St. Jakob 1444. Die Armagnacs plündern daraufSeh . a ß bis der Kurfürst von der Pfalz sie vertreibt. Friede derHeizer mit Frankreich. Das Haus Habsburg verliert seine letzten( S Sl Zun gen in der Schweiz; es behält seine Gebiete im Elsaß213 s., 224) und in Schwaben (Vorder-Österreich).