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Mittlere Geschichte.
Fehden im deutschen Reiche, denen der Kaiser untätigzusieht. In Sachsen Bruderkrieg zwischen Kurfürst Friedrich den 1Sanftmütigen und seinem Bruder Wilhelm (1446—1450); im An-schluß daran der Prinzenraub : Ritter Kunz von Häufungen entführt1455 die beiden Söhne Friedrichs aus dem Schloß zu Altenburg, wir“aber von Köhlern im Walde gefangen.—Der Erzbischof von Köln führtKrieg gegen die reiche Stadt Soest (Soester Fehde 1444—1449),der Fürst von Ansbach, der nachmalige Kurfürst Albrecht Achillsvon Brandenburg, gegen die freie Reichsstadt Nürnberg (1449 bis1453), Pfalzgraf Friedrich der Siegreiche gegen den Erzbischof vonMainz, den Grafen von Württemberg und den Markgrafen vonBaden (Pfälzer Fehde 1462). Zur Wiederherstellung des Friedensin Deutschland ist der Schwäbische Bund förderlich, 1488 ninBetreiben des Kaisers von Fürsten, Rittern und Städten Zu-schlössen.
Um 1450. Johann Gutenberg in Mainz erfindet die Kunst,Bücher mit beweglichen, gegossenen Metallettern zUdrucken (Johann Fust, Peter Schöfjer).
In Böhmen Parteikämpfe während der Unmündigkeitjungen Königs Ladislaus Posthumus (s. Stammtafel 8. 225),den Friedrich 111. die Vormundschaft führt. Georg Podiebrad wb®1452 zum Reichsverweser, 1458 nach Ladislaus Tode, zum Kömsgewählt, aber als Utraquist angefeindet (f 1471). ■—■ Matthias G° r 'vinus wird König von Ungarn (S. 237), besetzt die Nebenländ® 1Mähren, Schlesien, Lausitz; schließt 1478 Frieden mit Georgs Na 0 “'folger Wladislaw (Sohn Kasimirs IV. von Polen).
1460. Schleswig-Holstein mit Dänemark vereinigt uns* 1
Christian I. von Oldenburg, König von Dänemark,Norwegen und Schweden (S. 235).
1466. Das Ordensland Westpreußen mit Ermeland an Pole®abgetreten (S. 237). .
1474—1475. Karl der Kühne von Burgund (8. 223 ff.), dur°“Verpfändung im Besitz der habsburgischen Gebiet* 2des Elsaß (8. 223), dringt in das Erzbistum Köln ein, um den a®'gesetzten Erzbischof zurückzuführen, belagert Neuß, wirddurch das Anrücken eines Reichsheeres unter Friedrich III. rwdurch den Angriff der Schweizer auf Hericourt z®“ 1Abzug bewogen. >
1476. Karl der Kühne stürzt sich, nachdem er sieh Lot*
ringens (S. 223) bemächtigt und den Herzog BeWt^vertrieben hat, auf die Schweizer, wird bei Gran s °und bei Murten geschlagen. „ .,
1477. Karl der Kühne fällt im Kampfe gegen den zurü°
gekehrten und mit den Schweizern verbündeten B®^zog von Lothringen vor Nancy ; seine Tochter Maria vermählt si ^mit Friedrichs III. Sohn, Erzherzog Maximilian. Dieser gewh>^dadurch die Niederlande und die Freigrafcehaft Burgundder Hauptstadt Besangon (Franche-Comte, 8. 214, 216) für ®