Italien.
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kam (S. 179), seit etwa 1050 durch Heirat auch im Besitz vonviemont, erhalten 1416 von Kaiser Sigismund die Herzogswürde.ßie Markgrafen von Este (S. 181) werden 1452 von Friedrich III.
Herzögen von Modena und Reggio erhoben; Papst Paul II.“dehnt sie 1471 mit dem Herzogtum Ferrara.
Yenedig, seit 697 durch Vereinigung der Inselgemeinden ein“taat unter einem Dogen (dux), seit etwa 1000 Beherrscherin des"driatischen Meeres, wächst während der Kreuzzüge an Macht und"Bsehen (s. 8. 192 f, 194). Nach Beendigung der Seekriege mit< i? r Nebenbuhlerin Genua (in der Zeit von 1256—1381) ist VenedigR^rin des Mittelmeeres und des Levantehandels. Sein Festlands-Sebiet erstreckt sich über Padua und Verona bis Brescia; seinegemacht stützt sich auf den Besitz von Dalmatien, Kandia undB°rfu. 1423—1457 Doge Franceso Foscdri. Er führt langwierige,*Beist glückliche Kriege gegen den letzten Visconti (S. 228),a ®Bi er nach und nach Padua, Vicenza, Brescia u. a. entreißt,^benso gegen Alfons von Aragon, König von Neapel und Sizilien. —P?in Feldherr Carmagnola, anfangs im Dienste des Herzogs Filippo-™aria Visconti (S. 228) und von diesem mit Ehren überhäuft, dannInfolge von Verleumdungen in Ungnade entlassen, zwingt die Mai-ander durch einen glücklichen Feldzug zur Abtretung von Brescia4.f26). Als er aber 1427 und 1431 gegen denselben Feind un-glücklich kämpft, wird er wohl mit Unrecht des Verrats beschuldigt,bd nach seiner Heimkehr 1432 in Venedig enthauptet. ■— Cypern489 erworben (S. 239). — Verfassung streng aristokratisch.172 Einsetzung des großen Rates (450 bis 500 Mitglieder), dann^ es kleinen Rates (Signoria), der die Macht des Dogen noch mehr^schränkt. 1298 Schließung des großen Rates, die Namen der^fähigen Familien ( Nobili ) werden in dem Goldenen Buch ver-ji°hnet. Zur Unterdrückung von Verschwörungen 1310 der Raty Zehn eingerichtet; Hinrichtung des Dogen Marina Falieri wegenerschwörung gegen die Aristokratie 1355. Seit 1539 ernennt
Hat der Zehn die drei Staatsinquisitoren, deren strenge Herr-baft aber erst 1583 beginnt.
sii , ^ Nach dem Sturze der Ezzeline aus dem ghibelli-
da n n Hause Romano (S. 204) kam in der Markgrafschaft (S. 176)^Geschlecht der Scala (1260—1387) empor. Mastino /., della Scala,auf Oriinder der Macht seines Hauses, unterstützte KonradinyTrainern Zuge gegen Karl von Anjou (s. S. 207). Kaiser Heinrich
(S. 215f.) belehnte das Haus Scala mit Verona und andernSol, *’ zu denen später Vicenza, Padua, Treviso kamen. MastinosUns ’ OanArandc I., war die vornehmste Stütze der GhibellinenHeinrich VII. und Ludwig dem Bayer. Dante, aus Florenzoj;yt le . Se n, lebte an seinem Hofe. Die Nachfolger wurden nachglichen Unternehmungen in einen Krieg mit Venedig undJol *n« verwickelt, der ihre Macht sehr schwächte. 1387 verdrängteBann Galeazzo Visconti von Mailand (8. 228) den letzten