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Auszug aus der alten, mittleren und neueren Geschichte / Karl Julius Ploetz ; neu bearbeitet von Friedrich Kähler
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Der spanische Erbfolgekrieg.

Pennsylvanien (des Quäkers Penn Waldland, S. 271), Delaware'ww. Am Ende des Jahrhunderts die ganze Küste englisch (11 Ko-lonien). In Vorderindien : Bombay (wie das den Mauren über-lassene Tanger, Mitgift der portugiesischen Gemahlin Karls II.).Mit dem Großmogul von Delhi (8. 239f.) anfangs unglücklicheKämpfe 1696 jedoch gewinnt die Ostindische Kompagnie (8. 269)die Stadt Kalkutta. Gegen Ende des Jahrhunderts in Indien diePräsidentschaften: Bombay, Madras, Kalkutta. In Westafrikadie früher kurländischen Niederlassungen am Gambia besetzt undSe it 1672 erweitert.

Aufschwung der Literatur und Wissenschaft: Die DichterAfilton (j 1674) und Dryden (| 1700); der Theosoph Bunyan(t 1688); die Philosophen Hobbes (j' 1679) und Locke (I 1704),der Naturforscher Isaac Newton (f 1722). Eorts. S. 329.

§ 5. Der spanische Erbfolgekrieg.

(Vgl. 8. 264 ff.)

1701-1714.

_ _ Philipp III., König von Spanien, f 1621.

n Anna,

^Diahl Ludwig XIII.

Ludwig XIV. Maria^_ Theresia.

tudwig, Dauphin, f 17H.

Philipp IV., f 1665.

Philipp von Anjou,

als König von Spanien.

Philipp V., f 1746.

Maria Anna,

Gemahl Ferdinand III.

Karl II., Margarete Veopold I.,f 1700. Theresia. _ f 1705.

Maria itntonle,

Gemahl

Max Emanuel von Bayern.

Joseph Ferdinand,

, t 1699.

Kurprinz von Bayern.

. Kaiser Leopold I. (s. 8. 311) hatte außer seiner Tochter Maria

*u)tonie zwei Söhne aus dritter Ehe, Joseph I. (Kaiser 17051711)j Q d Karl VI. (Kaiser 17111740). Er nimmt als Vertreter derputschen Linie des Hauses Habsburg das spanische Erbe für denfeiten Sohn in Anspruch. Ludwig XIV. dagegen fordert es fürzweiten Enkel Philipp von Anjou. Wilhelm III. an deryPitze der Seemächte (England und Holland) schließt mit LudwigjV. 1698 einen Teilungsvertrag-. Haupterbe soll der KronprinzjOseph Ferdinand von Bayern sein, Frankreich undÖsterreich sollen diej e oenländer (8.256s.) erhalten. Dagegen setzt Karl III. den Kurprinzen^ürch Testament zum Erben der gesamten Monarchie ein. Nach®ssen plötzlichem Tode 1699 neue Unterhandlungen; endlich unter-u ^hnet Karl II. ein Testament, welches Philipp von Anjou zum/"oo einsetzt. Große Allianz der Seemächte (1701) mit Kaiserjj * *°Pold , zunächst um dem Hause Österreich die spanischen Besitzungen'Mn Niederlanden und in Italien zu verschaffen. Auf Frankreichs