Versuche, Deutschland zu einigen.
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1. Sept. Wiedereröffnung des Frankfurter Bundestages.
Verfassungskampf in dem zum preußischen Unions-gebiet gehörigen Kurfürstentum, Hessen; Kurfürst Friedrich Wilhelmsucht durch seinen Minister Hassenpflug die Verfassung von 1831beseitigen. Wiederholte Auflösung der Ständeversammlung;^riegszustand über das Land verhängt (7. Sept.). Widerstand derOffiziere, Behörden und Gerichte. Der Kurfürst verläßt das Land unde rhält die Hilfe des von Österreich wiederhergestellten, von Preußenu nd seinen Bundesgenossen nicht beschickten Bundestages zugesagt.
Bruch zwischen Österreich und Preußen, das die Interventionnes Bundestages in Hessen nicht dulden will. Kaiser Franz Josephnat in Bregenz eine Zusammenkunft mit den Königen von Bayernund Württemberg, darauf in Warschau (28. Okt.) mit Kaiser Nikolausv °n Rußland, der den preußischen Gesandten Graf BrandenburgJ-Urn Nachgeben ermähnt. Die Bundesexekution gegen Hessen durchlyrische und österreichische Truppen wird in Frankfurt beschlossen,Ußi die preußische Union zu sprengen. Auch preußische Truppenr ucken in Hessen ein, ziehen sich aber nach einem Zusammen-goß d er Vorposten bei Bronnzell (8. Nov.) zurück. FriedrichWilhelm IV. entläßt den Minister v. Radowitz und gibt die Union-bestrebungen auf.
29. Nov. Vertrag ZU Olmütz (Manteuffel und Schwarzenberg).
Nachdem Friedrich Wilhelm IV. vergeblich ver-acht hatte, seinen Schwager, den Kaiser Nikolaus von Rußland,UUrch eine persönliche Aussprache mit seinem Bruder, dem Prinzeno'Ühelm, in dem Schloß Skierniewice bei Warschau für seine^Uschauungen zu gewinnen, und nachdem der Zar auch in War-®°hau bei einer Zusammenkunft mit Kaiser Franz Joseph undmessen Minister, dem Fürsten Schwaizenberg, zu der als preußischer"Ovo 11mächtigter der Ministerpräsident Graf Brandenburg ent-ladt worden war, die preußische Unionspolitik als demokratisch,l a revolutionär verurteilt hatte, fügte Preußen sich allen Forde-^bigen Österreichs und des hinter ihm drohenden Moskowitertums.'.fhlesioig-Holstein (S. 400 f). wird den Dänen überlassen, in Hessen5 le unumschränkte Herrschaft des Kurfürsten wiederhergestellt.H^ußenverzichtet auf seine Pläne hinsichtlich der NeugestaltungDeutschlands; für die deutsche Verfassung werden Konferenzen inDresden anberaumt, welche die
1851. Wiederherstellung des Deutschen Bundes be-schließen .
Damit hat Österreich mit Hilfe Rußlands die Bestrebungen,, eu tschland unter Preußens Führung zu einigen, vorläufig ver-ebenso wie es im Kampfe gegen die Ungarn (8. 395 f.) mitUs sischer Unterstützung Sieger geblieben war.
Doch bleibt Preußen ein Verfassungsstaat und hält den Zoll-(8. 388) aufrecht dem nun auch Hannover und Oldenburg^treten. Dazu begründet es allmählich eine preußische Kriegs-