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Neuere Geschichte.
flotte, indem es mehrere von den 1852 im Auftrage des Bundes-tages durch Hannibal Fischer versteigerten Schiffen übernimmt,welche die deutsche Nationalversammlung 1849 als deutsche Flottegegen Dänemark zusammengebracht hatte (s. unten). 1849 werdenauch süddeutsche Landesteüe gewonnen (S. 398), endlich 1853durch Vertrag mit Oldenburg ein Gebiet an der Jademündungerworben zur Anlage des Kriegshafens Wilhelmshaven an der Nord-see.
1848—1850. Schleswig-Holsteins Erhebung gegen Däne-mark. Veranlassung: „Offener Brief" des KönigsChristian VIII. (1839—1848) vorn 8. Juli 1846, der den Fort-bestand der Union der Herzogtümer mit Dänemark trotz des inden beiden Staaten verschiedenen Erbfolgerechts (s. 8. 294) ver-fügt. Infolgedessen ein Sturm der Entrüstung in den Herzogtümernund ganz Deutschland. Ein Aufstand der Eiderdänen in Kopen-hagen (30. März 1848) zwingt Christians Nachfolger Friedrich VII-,die Einverleibung Schleswigs in Dänemark auszusprechen. Nachder bis dahin nie bezweifelten Thronfolge mußten die Herzogtümernach dem Aussterben des königlichen Mannesstammes an denHerzog Christian von- Sonderburg-Augustenburg fallen (s. 8. 322)-Daher Aufstand in den Herzogtümern und Bildung einer pr°'visorischen Landesregierung mit Wilhelm Beselerder Spitze.
1848. Preußische und andere deutsche Bundestruppen koiö-April. men den Schleswig-Holsteinern, die sich erst ein 6
Armee neu bilden müssen, zu Hilfe. General v. Wrun-gel vertreibt die Dänen (23. April) aus dem Danewerk bei Schlesu(8. 168) und dringt bis nach Jütland vor. Aber die Verluste de sOstseehandels durch die dänische Blockade und englisch-russischesEinfluß bewirken den Abschluß eines Waffenstillstandes zu Mahn 0 *Eine ,,gemeinschaftliche Regierung “ wird für die Herzogtümer ein-gesetzt. Unzufriedenheit mit diesem Waffenstillstand in ga° zDeutschland; die Nationalversammlung zu Frankfurt genehmigtihn nach heftigen Verhandlungen (vgl. 8. 397).
1849. Einsetzung einer Statthalterschaft (Wilhelm Beselef’März. Graf Reventlow) für Schleswig-Holstein durch
deutsche Zentralgewalt.
Bei Eckernförde wird das Linienschiff Christian VIII■ 111Brand geschossen und die Fregatte Gefion genommen (5. April) -Erstürmung der Düppeler Schanzen durch bayrische und sächsischeTruppen (13. April). Das schleswig-hölsteinische Heer, gefäb .von dem preußischen General v. Bonin, besiegt die Dänen b® 1Holding (23. April). Doch wiederum wird die Wetterführung d® 3Krieges durch die Drohungen Englands und Rußlands gelähm® -Die neu gegründete deutsche Flotte liefert den Dänen ein Seetreffe“bei Helgoland (5. Juni), ist aber dann genötigt, untätig inWesermündung zu bleiben. Das schleswig-hölsteinische Heer b®"