Rußland.
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hühung der Rekrutenzahl von 103 000 auf 159 000 für 12 Jahre.Neuer Flottenplan vorgelegt. Der Minister des Auswärtigen Grafv. Ährenthal f. Graf Berchtold sein Nachfolger.
1913. Der Gegensatz zwischen den Deutschen und Tschechen
wirkt weiter hemmend auf die Verhandlungen desReichsrates. Zeitweilige Aufhebung der böhmischen Verfassung.
Weitere Erhöhung der Rekrutenziffer um 33 000 Mann,auch der Bau von 3 Großkampfschiffen genehmigt.
1914. Ermordung des Erzherzogs Thronfolger Franz Ferdinand28. Juni. und seiner Gemahlin Herzogin Sophie von Hohen-
herg, geb. Gräfin Chotek, in Serajewo durch einev on serbischen Offizieren, die mit dem Kronprinzen Alexanderin Beziehungen standen, angestiftete Verschwörung.23. Juli. Ultimatum Österreichs an Serbien. Eorts. 8. 482 ff. DerWeltkrieg.
1916. Kaiser Franz Joseph t- Ihm folgt sein Großneffe2l. Nov. als Karl I. (1916—1918). (Vergl. S. 311.)
1918. Kaiser Karl I legt die Regierung nieder. (S. 528).11. Nov.
§ 11. Rußland.
Vgl. 8. 409.
In Rußland unter Kaiser Alexander TI. manche Reformender Verwaltung (S. 409); die auswärtige Politik bleibt auf dieRalkanhalbinsel, wo das türkische Reich immer schwächer wird,u nd auf Asien gerichtet. Zunehmendes Hervortreten des Pan-^avismus: „Alle slavischen Bäche (d. h. Galizien, Kroatien,“osnien, Serbien, Montenegro, Bulgarien usw.) müssen in demrussischen Meer zusammenströmen.“ (Puschkin.)
1877—1878. Russisch-türkischer Krieg.
Veranlassung: Die Fürsten Nikita von Monte-‘^gro und Milan von Serbien (8. 407) beginnen 1876 Krieg gegendje Türkei zur Unterstützung eines in der Herzegowina gegendie türkischen Grausamkeiten ausgebrochenen Aufstandes. EineErhebung der Bulgaren wird von den Türken blutig unterdrückt,die Serben werden an der Morawa zurückgeschlagen. Die Groß-mächte, namentlich Rußland und England, verhandeln mit derliirkei über Reformen der Regierung und Sicherung der christ-lichen Untertanen (8. 326f., 390f., 404). Da die Verhandlungenmlolglos bleiben, erklärt Rußland den Krieg, „um für seine leidendenGlaubensgenossen auf türkischem Boden die notwendigen Bürg-schaften für die Sicherung ihrer künftigen Wohlfahrt zu erkämpfen“.Gie „Wiedergeburt der slavischen Welt“ wird in Aussicht gestellt.
Nach Abschluß eines Vertrages mit Rumänien (Fürst Karl
Hohenzollern-Sigmaringen, s. 8. 406) geht ein russischesNorps bei Galatz über die Donau und besetzt die Dobrudscha;