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Neuere Geschichte.
Siidarmee hat die Winterschlacht in den Karpathen ihren Abschlußerreicht. In diesem Augenblick beginnt der
Frühjahrsfeldzug in Galizien.
Zur Befreiung Galiziens (S. 493) setzt sich von Kralcau ausein deutsches Heer unter dem Generalobersten v. Mac.lcensen inBewegung. Nach Norden hin schließen sich daran die Heere desErzherzogs Joseph Ferdinand und des Generals v. Woyrsch an,nach Süden zu die Heere des österreichischen Generals Boroevic,die Südarmee v. Linsingens, die Heere unter v. Boehm-Ermolli undv. Pflanzer-Baltin.
1915 . Durchbruchs Schlacht von Gorlice-Tarnow. Unter1.—3. Mai. Führung des Generalobersten v. Mackensen durch-■ stoßen die verbündeten Truppen die nach der Schlachtbei Limanowa (S. 492) stark befestigte russische Front in West-galizien von nahe der ungarischen Grenze bis zur Mündung desDunajec in die Weichsel an mehreren Stellen. Übergang über denDunajec 3.—5. Mai — Verfolgungskämpfe nach der Schlachtvon Gorlice-Tarnow 4.—23. Mai. Auf Befehl des russischen Heer-führers. des Fürsten Radko Dimitrieiv, eiliger Rückzug des Feindesüber die Wisloka, dann auch über den Wislok nach dem untereni Sän. Auch die Karpathenstellungen geräumt; ebenso Rückzug
der Streitkräfte nördlich der Weichsel von der Nida nach Ostenhin, nachdem die Armeeabteilung Woyrsch Kieler erstürmt hat(12. Mai) und zusammen mit der Armee Dankl in die Wälderder Lysa Gora eingedrungen ist. Große Beute derSieger.
16.—23. Übergang über den Ban. Brückenkopf und Stadt
Mai. Jaroslau am Sän 14.—15. Mai von den Verbündetenerstürmt, ebenso der Brückenkopf von Radymnß(24. Mai). Gleichzeitig treibt die Armee des Erzherzogs JosephFerdinand den Feind auch südlich der Weichsel bis Sieniawa hinaus seinen Stellungen am Sän.
Von Mitte Mai an erobern v. Boroevic und Boehm-Ermolli im Südenund Südosten von Przemysl die Höhen bei Dobromil, Stary Sambofund Sambor (am oberen Dnjestr),.werfen den Feind in der Schlachtbei Drohobycz (18. Mai—3. Juni) zurück und schließen den eisernenFing um Przemysl immer enger, obwohl die Russen ihn durchverzweifelte Gegenstöße am Sän (Sieniawa muß vorübergehen»wieder geräumt werden) und an der Wisznia (Zufluß des Sänvon rechts nördlich von Przemysl) zu zersprengtsuchen.
3. Juni. Nach viertä-iger Belagerung die letzten Forts de fFestung Przemysl von bayrischen Regimentern 1,11• Sturm genommen. . ,
Unterdessen ist die Südarmee (v. Linsingen), um den Feinweiter südlich von Przemysl zu fassen, zum Teil zwischen dem