Der Weltkrieg.
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1917 . Die beiden kleinen Kreuzer „Brummer“ und „Bremse“
17. Okt. vernichten bei den Shetlandsinseln einen von Bergen
kommenden Geleitszug von 2 Zerstörern und 11Schiffen bis auf einen Dampfer.
2. Nov. Seegefecht im Kattegat. Der kleine deutsche Hilfs-kreuzer „Marie“ geht im Kampfe gegen 6 englischeKreuzer und 9 Zerstörer verloren.
17. Nov. Seegefecht vor Helgoland. Teile der englischen Flotte(6 Großkampfschiffe, eine größere Anzahl kleinerKreuzer und Torpedobootzerstörer) werden von deutschen Seestreit-kräften zum Rückzug genötigt. Auch deutsche Flugzeuge greifenmit Erfolg in den Kampf ein.
12. Dez. Vorstoß leichter Seestreitkräfte gegen die Mündungdes Tyne.
Vernichtung eines zweiten von Bergen kommendenGeleitszuges auf der Fahrt nach den Shetlandsinseln.
1918 . Um die Absperrung der Zufuhren aus Amerika wir-
8. Jan. kungsvoller zu gestalten, wird das Sperrgebiet (s.
S. 650f.) auf die Meere um die Capverdischen Inseln,die Azoren und Madeira ausgedehnt.
Aber trotz aller Einengung und trotz der bedrohlichen Äb-ächnürung ihrer Zufuhr tritt der besonders von den EngländernQefürchtete, von unserer Admiralität mit Sicherheit in Aussichtgestellte durchschlagende Erfolg des Unterseebootkrieges nicht ein,yeil jene außer den zahlreichen F.rsatzneubauten zum, Ausgleichihrer Verluste für die Herbeischaffung der notwendigsten Zufuhrenauch von den Neutralen (Norwegen, Schweden, Dänemark, Holland)die Benutzung ihrer Handelsschiffe durch Drohungen erpressen(vgl. 8. 540f.), und auf deutscher Seite der Neubau von U-BootenVon Anfang an hinter den notwendigen Anforderungen zurück-geblieben ist. (Vgl. 8. 547.) — Daher hat auch der Transport deramerikanischen Mannschaften und ihres Kriegsmaterials über denAtlantischen Ozean durch die deutschen U-Boote eine ernstlicheStörung nicht erlitten.
(Im Laufe des Jahres wird der Chef des Admiralstabesvon Holtzendorff durch Admiral Scheer ersetzt [5. Aug.], derStaatssekretär der Marine, v. Capelle, durch den Admiralv. Mann [20. Sept.].)
23. Febr. Heimkehr des Hilfskreuzers Wolf (Kapitän Berger)von einer 15monatigen Kaperfahrt durch den At-lantischen, Indischen und Stillen Ozean. Er bringt 700 Ge-gangene und große Mengen von Rohstoffen für die Herstellungvon Kriegsgeräten mit.
11.-12. April. Infolge des steigenden Mangels der Engländer anNahrungsmitteln Angriff englischer Kriegsschiffe auf( lie Hafenanlagen von Zeebrügge und Ostende, von wo der U-Boot-krieg seinen Ausgang nimmt. Kein nennenswerterErfolg (s. 8. 554).