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Neuere Geschichte.
1918.
22.-23.April. Zweiter feindlicher Überfall auf Zeebrügge und Ostendemit größeren Streitkräften. Die Absicht der An-greifer, die Ausfahrt des Hafens von Zeebrügge zu sperren, wirdjedoch nicht erreicht. Der an der Mole und den sonstigen Anlagenangerichtete Schaden ist nicht von Bedeutung und steht zu denVerlusten der Feinde an Menschen und Schiffen. (5 kleine Kreuzer,3 Zerstörer u. a.) in keinem Verhältnis.
, 10. Mai. Dritter, ebenfalls erfolgloser Angriff der Engländerauf Ostende.
11. Aug. Zusammenstoß eines britischen Geschwaders von25 Linienschiffen mit deutschen Seestreitkräften ander Küste von Ostfriesland. Er kostet den Feinden6 Motorboote.
18. Okt. Zeebrügge und Ostende von den Engländern (s. 8. 573)
besetzt. Ende des Ü-Bootkrieqes.
3. Nov. Meuterei der Marinemannschaften in Kiel. Beginnder Revolution in Deutschland (s. S. 574).
1919. Die in der Bucht von Bcapa Flore (Orkney-Inseln)
21. Juni. nach dem Waffenstillstand internierten deutschen
Kriegsfahrzeuge (6 Panzerkreuzer, 10 Linienschiffe,8 kleine Kreuzer, 50 Torpedoboote, 102 U-Boote), fast durchwegSchiffe neuester und modernster Konstruktion, rund 50000ÖTonnen, werden auf Befehl des Admirals v. Reuter von den Be-satzungen versenkt oder in die Luft gesprengt, die Torpedobooteauf den Strand gesetzt (s. S. 573 f.).
N. Der Krieg in der Luft.
Schon bei der Eroberung von Lüttich (7. Aug. 1914) wirft ein„Zeppelin“ (s. S. 379) Bomben auf die Stadt. Später zunehmendeVerwendung der Luftschiffe und der Flugmaschinen zum Angriff,zur Zerstörung von feindlichem Kriegsmaterial und von Transport-wegen ebenso wie zu Aufklärungszwecken.
1914. Vorstoß englischer Seestreitkräfte auf die deutsche
25. Dez. Nordseeküste. Feindliche Wasserflugzeuge und Tor-pedoboote vor Cuxhaven durch deutsche Luftschiffeund Flugzeuge in die Flucht gejagt, zum Teil vernichtet.
1915. Erster Angriff deutscher Luftkreuzer auf die englische
19. —20. Ostküste (Yarmouth mit seinen Befestigungen), später
Jan. auch auf die Kriegsanlagen an der Mündung des
Tyne, den Torpedohafen in Harwich, die Befesti-gungen an der Mündung des Humber usw.
25. Jan. Verlust eines Marineluftschiffes vor Libau.
18.,19.Febr. Strandung zweier Luftkreuzer im Sturm an der West-küste J ütlands.
Seit April erhöhte Fliegertätigkeit des Feindes auf dem west-lichen Kriegsschauplatz. Französische Luftangriffe auf offene,