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focht. Die kräftigen Deutschen waren den römischen Heerführernein willkommener Zuwachs, und sowohl die Fürsten, als auch dieKrieger der befreundeten Stämme wurden reich beschenkt. AndereStämme hingegen mieden das römische Gold und sahen die Römerals ihre natürlichen Feinde an.
Im I. 6 n. Chr. schickte Kaiser Augustus den OuinctiliusVarus als Statthalter mit 50 000 Mann in die neue Provinz.An der Weser schlug dieser ein festes Lager auf und schaltete undwaltete wie in einem vollständig unterworfenen Lande. DieDeutschen mußten hohe Steuern entrichten, und diese wurden mitaller Strenge eingetrieben. Römische Sprache und Gesetze wurdenden Einwohnern des Landes aufgezwungen: die Römer waren dieHerren, die Deutschen Knechte geworden.
Diese ertrugen zwar das Joch der fremden Herrschaft nurmit Widerwillen,- aber die festen Standlager und die schlagbereitenLegionen ließen ihnen jeden ernstlichen Widerstand als unmöglicherscheinen. Am tiefsten empfand die Schmach der UnterdrückungArmin oder Hermann, der Sohn eines Cheruskerfürsten. Erstand selbst im römischen Kriegsdienste und wurde, da er aus sovornehmem Geschlechte stammte, von Augustus mit Gunst undEhren überhäuft. Aber all dies vermochte nicht, ihn seinem Vater-lande abtrünnig zu machen und sein Freiheitsgefühl einzuschläfern.Tag und Nacht sann er, wie die verlorene Freiheit zurückzugewinnensei. Heimlich ging er von Stamm zu Stamm und forderte dieGesinnungsgenossen auf, bei günstiger Gelegenheit die Römerwieder zu vertreiben.
Da kam im I. 9 n. Chr. die Nachricht in das Lager des Varus,daß an der Ems ein deutscher Stamm sich erhoben und die römischenSoldaten niedergemacht habe. Sofort brach Varus mit 3 V-Legionenauf, die Empörer zu züchtigen. Um den Ort des Aufstandes zuerreichen, mußte das römische Heer dem linken Ufer der Weserentlang Hinunterziehen und dann den Teutoburgerwald über-schreiten. Diesen Umstand gedachte Hermann, der selbst eine größererömische Abteilung führte, zu benützen. Er lenkte mit seinem Zugelinks ab, um sich mit einem befreundeten Volksstamme zu ver-einigen.
Von Gau zu Gau verkündeten jetzt Feuerzeichen, daß esZeit sei, loszuschlagen. Sobald die Römer tiefer in die Wälder