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Mit Heinrich V. erlosch 1125 das fränkische Kaiser-Haus.
11. Während des Juvcstiturstreites hatte sich im deutschenReiche eine wichtige Änderung vollzogen. Unter den sächsischenund den beiden ersten fränkischen Kaisern hatte das König-tum in enger Verbindung mit der von ihm abhängigenKirche eine machtvolle Stellung behauptet. Aber imJnvestiturstreit hatten die deutschen F ü r st e n inVerbindung mit dem Papsttum ihre landesherrliche Ge-walt wesentlich verstärkt; seit dem Wormser Konkordatwaren die Bischöfe unabhängiger von der königlichenMacht geworden. Das Lehnswesen hatte sich weiter ent-wickelt, indem die Vasallen immer mehr Land verliehen, umihre Heeresmacht zu verstärken. Dieses Gefolge, Dienst-mannen genannt, die unfrei waren, aber das Schwerttrugen, verschmolz niit den freien Rittern zu einem Stande,dem Ritter stände. Dieser blickte mit Verachtung auf denStand der Bauer n, die in immer größerer Zahl zu Hörigenherabsanken. Aber das Bürgertum hatte an Bedeutunggewonnen. Der Handel war lebhafter geworden; Köln z. B.knüpfte schon Handelsbeziehungen mit England au. DasHandwerk hatte Fortschritte gemacht; es gab jetzt schonselbständige Handwerker. Für dieBildung sorgten auch jetztnoch die Geistlichen. Sie pflegten auch die Kun st, vor allemdie Baukunst. Bauleute waren Geistliche. Im romanischenoder Rundbogenstil entstanden die Kaiserpfalz zu Goslar unddie herrlichen Dome zu Baniberg, Speier und Worms.
O. Die Zeit der Kremriige »nd der Hohen stanfen.
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Der erste Kreuzzug.
1. Von jeher war den Christen der Ort teuer und heilig,wo Jesus Christus gelehrt und gewandelt hatte. Daher ge-schahen schon früh Wallfahrten nach Palästina, besondersseitdem die Kaiserin Helena, Konstantins des Großen Mut-ter, zu Jerusalem die Kirche des Heiligen Grabes hatteerbauen lassen.
2. Die Araber, die den Römern das Land entrissen und637 Jerusalem eroberten, hinderten diese Wallfahrten derChristen nicht. Als aber das Land in die Gewalt der Seid-