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ten hatte. Friedrich wurde 1215 in Aachen gekrönt.Otto IV. starb, von allen verlassen, 1218 auf der Harzburg.
Friedrich II.
8 75.
Ansgang der Hohenstaufen.
1. Friedrich II. (1215—1250) glich seinem Großvater Bar-barossa an Heldenmut und Herrschergröße, überragte ihn aberan geistiger Bildung. Doch war diese mehr italisch als deutsch.Nachdem Friedrichdie Wahl seines Sohnes Heinrich, derbereits zum Könige des sizilischen Reiches gekrönt war, durchgesetzthatte, zog er nach Italien und empfing 1220 die Kaiserkrönnng.Aber den versprochenen Krenzzug schob er immer wieder hin-aus. Da bannte ihn der leidenschaftliche Papst Gregor IX.Dennoch unternahm Friedrich 1228 den Kreuzzug(8 70,2). Nach seiner Rückkehr vertrieb er die päpstlichen„Schlüsselsoldaten" aus seinem Erdreich und erlangte danndurch Vermittlung des Hochmeisters des Deutschen Ritter-ordens, Hermann von Salza, im Frieden mit demPapste die Befreiung vom Kirchenbanns (1230).
2. In den nächsten Jahren ordnete er die Verhältnissein seinem Erdreiche Apulien und Sizilien aufs beste, indem erdie Verwaltung regelte und durch ein Gesetzbuch für Rechtund Ordnung sorgte. Da rief ihn eine Empörung seinesSohnes Heinrich nach Deutschland. Dieser wurde abgesetztund als Gefangener nach Apulien gebracht. Auf dem Reichs-tage zn Mainz gab der Kaiser 1235 ein Landfriedens-gesetz und erhob Braunschweig-Lüneburg zumHerzogtum. Nachdem er seinen zweiten Sohn Konrad zumKönige hatte wählen lassen, kehrte er nach Italien zurück.
3. Unter Friedrichs Regierung begann derDeutscheRitterorden die Eroberung des heidnischen Preußen-landes, wohin deutsche Kolonisten mit dem Christentum
deutsche Gesittung brachten. — Die dasDeutschtum bedrohende Mongvlcngcfahrwurde durch die blutige Schlacht auf der Wal-statt bei Liegnitz glücklich abgewendet (1241).
4. Die lombardischen Städte hatten eine feindselige Hal-tung gegen den Kaiser eingenommen. Zwar wurden sie 1237völlig besiegt; aber sie verbanden sich mit dem Papste, derFriedrich II. mit dem Banne belegte. So entbrannte derdritte große Kampf zwischen Kaisertum und Papsttum.Er wurde mit größter Heftigkeit geführt, besonders seit
1241
Mongolen-
schlcicht.