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durch die Kämpfe mit den Päpsten und mit den Fürsten anMacht verloren. Die Einkünfte des Königs waren geringergeworden, seitdem das Reichsgnt und die Hoheitsrechte ingrößerem Maße vergeben und dann erblich geworden waren.Die weltlichen und geistlichen Fürsten (Herzöge, Grafen,Bischöfe, Äbte) fühlten sich, da die Lehen erblich gewordenwaren, in ihren Gebieten als Landesherrn. Um nichts vonihrer Machtstellung zu verlieren, wählten sie eine Zeitlangzu Königen nur Fürsten mit geringem Besitz.
2. Das Rittertum erlebte in der Zeit der Stanfen seinehöchste Blüte (§ 68). Zwar hatte die Kirche durch Gründungneuer Mönchsorden wie der Zisterzienser, der Bettel-orden der Dominikaner und Franziskaner wichtigeStützen erhalten und Geistliche sorgten wie früher für Ausbrei-tung des Christentums und der Kultur, aber die Führer aufgeistigem Gebiete wurden die Ritter. Es entstanden dasNibelungen- und Gudrunlied. Wolfram von Eschenbach(Parzival), Hartmann von Aue (Jwein) und Gott-fried von Straßburg (Tristan und Isolde) dichtetenihre herrlichen Epen. Unter den Minnesängern ist Waltervon der Vogel weide der bedeutendste. Der Hof derBabenberger zu Wien und der der Landgrafen von Thüringenaus der Wartburg pflegten vor allen die „höfische" Dichtkunst,die unter den Hohenstaufen ihre erste Blütezeit erlebte.
3. Der Stand der Bauern hatte gegen früher immer mehran Bedeutung verloren. Die meisten hatten ihre Freiheit ein-gebüßt und waren zu Hörigen geworden. Aber an der Besied-lung des Ostens hatte der Bauernstand hervorragenden Anteilgenommen. Dagegen erlangte das Bürgertum in den stetszahlreicher werdenden Städten immer größere Bedeutung.Der Handel war lebhafter geworden, und das Handwerk ge-währte vielfach guten Verdienst. Die Großgrundbesitzer undGroßkanfleute bildeten die Geschlechter, aus denen derRat, die höchste Behörde der Stadt, gewählt wurde. DieKaufleute vereinigten sich zu Gilden, während sich dieHandwerker zu Innungen oder Zünften zusammen-schlössen. Diese erstrebten später auch Anteil au der Leitung derStadt; deshalb kani es zu blutigen Kämpfen.
-1. Die Städte erwarben sich allmählich große Freiheitenund Rechte (Gerichtsbarkeit, Selbstverwaltung). Erlangten sie,wie die Fürsten in ihren Gebieten, die volle Landeshoheit, sohießen sie Reichsstädte und standen unmittelbar unter demKaiser. Waren sie dagegen einem weltlichen oder geistlichenHerren untertänig, so wurden sie L a n d st ä d t e genannr.